Ein Wochenblick-Leser ärgert sich: Er beobachtete, wie heute – von der Polizei vollkommen unbehelligt – eine „Fridays for Future“-Demonstration am Wiener Ring stattfand. Von Einkesselungen, Untersagungen und einer Anzeigewut gehetzter Polizisten war jedoch – anders als bei den letzten regierungskritischen Demonstrationen – nichts zu vermerken. „Wegen der Gesundheit“: Der Polizeipräsident appellierte am gleichen Tag an die Bevölkerung, nicht an den regierungskritischen Demonstrationen teilzunehmen. Ist die Greta-Jugend etwa „gleicher als gleich“?

Bei den vergangenen regierungskritischen Demos ging die Staatsgewalt besonders repressiv vor. Viele sprachen angesichts des brutalen Kessels an der Donau Lände und der einhergehenden Anzeigenflut sowie der vielen verletzten Demo-Gänger von Polizei-Willkür. Argumentiert wurde seitens der Exekutive dabei stets mit der Covid-Maßnahmenverordnung und dem Nicht-Einhalten des Mindestabstands durch die Regierungskritiker. Findet aber eine Klima-Demo – wie heute in Wien – statt, scheinen andere Regeln zu gelten. Von der Polizei war weit und breit nichts zu sehen, wie ein Leser dokumentierte.

Kein Abstand, keine Polizei, keine Repression. Der Wochenblick-Leser ärgert sich über die Ungleichbehandlung der Demonstrationen:

 

Während regierungskritische Demos eingekesselt werden und stets der fehlende Abstand von der Polizei eingemahnt und abgestraft wird, kann der „Friday for Future“ von der Polizei unbehelligt in kuscheliger Gemütlichkeit stattfinden.

Zugegeben, gut besucht ist der Klima-Streik nicht. Die wenigen Besucher sammeln sich dennoch in Grüppchen -Abstände werden nicht eingehalten. Wo bleibt also die Polizei?

Bei Regierungskritikern wurde von einem „Parlamentssturm“ schwadroniert, nachdem sich diese in der Nähe der Parlamentsbaustelle befanden. Die „Greta-Jugend“ konnte sich heute von der Exekutive unbehelligt vor der Parlamentsbaustelle aufstellen.

Appell Polizeipräsident: Abstand von regierungskritischen Demos nehmen

Für morgen sind wieder hunderte von Demonstrationen in Wien gegen die Corona-Politik der türkis-grünen Regierung angemeldet. Neun wurden bereits untersagt. Wegen der „gesundheitlichen Lage“: Der Wiener Polizei-Präsident Gerhard Pürstl warnte indes vor einer Teilnahme an den morgigen Demos. Er empfahl den Behörden, dass diese untersagt würden und appellierte an die Bürger, davon „Abstand zu nehmen“. Für den „Klima-Streik“ fand er hingegen keine mahnenden Worte.

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