Der unbequeme Unionspolitiker soll offenbar weg. Der Vorsitzende der CDU in Thüringen, Christian Hirte, hat an die Parteimitglieder in Südthüringen appelliert, von einer Nominierung des ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen für die Bundestagswahl Abstand zu nehmen. Hirte ist damit nicht der Einzige. Auch Markus Söder sprach sich schon gegen Maaßen aus, wie die Welt berichtete.

Ein Gastbeitrag von Christian Schwochert

Nach Zweifel an „Hetzjagd“ in Chemnitz geschasst

Wir erinnern uns: Maaßens Vergehen war es, dass er sagte es hätte in Chemnitz keine Hetzjagden auf Ausländer gegeben und tatsächlich gab es auch keine. Das von der „Antifa Zeckenbiss“ organisierte Beweisvideo war absolut nichtssagend, aber die Lüge wurde von den etablierten Politikern übernommen und wenn sie etwas für wahr halten, hat das auch wahr zu sein. Zudem erkannte Maaßen linksextreme Kräfte in der SPD und das gefiel auch nicht jedem.

Nun will der Unionspolitiker Maaßen also seinem Land im Bundestag dienen und die eigene Partei ist davon wenig begeistert. Kein Wunder: Stört er doch den Linkskurs der Union und nachdem freie Geister wie Erika Steinbach schon freiwillig gegangen sind und sich auf den höchsten Posten der Partei politisch korrekte Leichtgewichte befinden, will man niemanden haben, der das ganze Kartenhaus in seiner Stabilität gefährden und eventuell sogar gegenüber Außenstehenden die Wahrheit sagen könnte.

Konservatives Profil in Union nicht erwünscht?

Das erklärt dann auch Hirtes Reaktion auf Maaßens Kandidatur. Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er, dass er „die Kandidatur von Herrn Maaßen für nicht hilfreich erachte. Er polarisiert zu stark.“ Und Maaßens „Art, Politik zu machen, ist schwierig. Er spaltet. Das bringt die Gefahr mit sich, dass mehr Wähler abgeschreckt werden, als man gewinnen kann.“

Andere würden wohl sagen, dass Maaßen einfach sagt was er denkt und das Recht auf Meinungsfreiheit auch nutzt, anstatt es verkümmern zu lassen. Maaßen wurde inzwischen von zwei der vier Kreisverbände vorgeschlagen; von Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen. Die Nominierungsversammlung in Suhl ist für den 30. April geplant. Den südthüringischen Wahlkreis hatte zuletzt Mark Hauptmann inne, der im Zuge der Maskenaffäre das Mandat niederlegte und aus der CDU austrat.

Gegen Maaßen hat inzwischen laut MRD.de der 63 Jahre alte Hans-Arno Simon aus Erfurt seinen Hut in den Ring geworfen. Simon sagte zu seinen Motiven, dass ein Mann wie Maaßen Aushängeschild der CDU sein solle, bereite ihm Unbehagen und wohl vor allem deshalb will er dort Kandidat der Union werden. Es bleibt abzuwarten, wer gewinnen wird.

Maaßen kritisierte auch das Maßnahmen-Regime

Vor wenigen Wochen äußerte sich auch kritisch über den Corona-Kurs der Merkel-Regierung. Er erklärte, dass die Maßnahmen nichts mehr mit einem Notstand oder Gesundheitsschutz zu tun hätten. Gegenüber der Epoch Times sagte Maaßen: „Nach einem Jahr muss ich sagen, das ist nicht mehr Überlastung, das ist auch nicht mehr, ich sage mal, Unfähigkeit. Sondern für mich als Jurist drängt sich da der Verdacht auf, dass es Vorsatz ist.“

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