Das ehemalige Mitglied der legendären Komikergruppe „Monty Python“ hat mit seiner gewohnt unverblümten Art mal wieder für Aufregung gesorgt: London sei keine englische Stadt mehr, twitterte der britische Schauspieler vergangenen Mittwoch.

Dem 79-Jährigen wurde dafür prompt Rassismus und Heuchelei vorgeworfen. Auch, weil er selbst vor einigen Jahren aus Großbritannien auf die Karibik-Insel Nevis ausgewandert war. Selbst der muslimische Bürgermeister von London, Sadiq Khan, äußerte Kritik: „Die Londoner wissen, dass unsere Vielfalt unsere größte Stärke ist.“

Werbung

Freunde bestätigen seinen Eindruck

„Vor einigen Jahren habe ich die Meinung geäußert, dass London keine englische Stadt mehr ist. Seitdem haben praktisch alle meine Freunde aus dem Ausland meine Beobachtung bestätigt. Also muss darin etwas Wahrheit stecken. Ich will auch betonen, dass London diejenige britische Stadt war, in der die meisten für den Verbleib in der EU stimmten“, twitterte Cleese.

55,1 Prozent der Londoner sind Migranten

Cleese antwortete seinen Kritikern auf Twitter: Seine Worte seien nicht rassistisch, sondern „kulturistisch“ zu verstehen gewesen. „Ich vermute, dass ich mich für meine Liebe zu meiner englischen Erziehung entschuldigen muss. Aber in mancher Hinsicht finde ich sie ruhiger, höflicher, humorvoller, weniger geldorientiert als die, von der sie jetzt ersetzt wird.“

Laut der Volkszählung vom Jahr 2011 waren damals lediglich 44,9 Prozent der Einwohner von London gebürtige Briten.