Während Klima-Greta den Weltuntergang mit Blah-blah-blah-Reden untermalt und bei der ach so klimafreundlichen COP26-Konferenz in Glasgow „Schiebt Euch die Klimakrise in den A…“ trällerte, sei erinnert, dass das Narrativ der ständigen Erderwärmung nicht wirklich haltbar ist. Erst vor acht Jahren sorgte ein durchgesickerter UNO-Berichtsentwurf zur Panikattacke bei Politikern: Die globale Temperatur war nämlich in den letzten 15 Jahren nicht gestiegen. Mit abenteuerlichen Argumenten verlangten Deutschland, Ungarn, Belgien und die USA daraufhin von den Autoren, das Fehlen der Erderwärmung zu vertuschen. Eine Episode aus der Klima-Hysterie-Historie, die wenig an Aktualität eingebüßt hat – und zeigt, wie sehr man versucht, uns an der Nase herum zu führen. 

  • UNO-Klimabericht sickerte damals durch: Keine Erwärmung in 15 Jahren
  • Panikwelle in der Politik: Deutschland, Ungarn, Belgien, USA regten sich auf
  • Autoren sollten ihre Erkenntnis vertuschen
  • Bericht ist Grundlage für „Green Deal“: Wurden Machtinteressen abgestimmt?

Von Kornelia Kirchweger

Temperaturen von 1998 nicht überschritten

In der 2000-Seiten UNO-Synthese bisheriger wissenschaftlicher Abhandlungen hieß es u.a. angeblich: 1998 sei das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnung gewesen und die Welttemperaturen haben diesen Wert noch nicht überschritten – was Wissenschaftler bisher nur schwer erklären konnten. Des weiteren zitieren Beobachter aus dem Papier.  Die Erderwärmung mache zwischen 1998 und 2012 die Hälfte der durchschnittlichen Rate seit 1951 aus.

Dies sei auf natürliche Variationen wie die Ozeanzyklen von El Nino und La Nina und die Abkühlungseffekte von Vulkanen zurückzuführen. Der Bericht ist das Ergebnis einer sechsjährigen Arbeit des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaveränderungen (IPCC). Nur zwei Jahre nach dieser Enthüllung folgte dann die Pariser Konferenz, in der das 1,5-Grad-Ziel festgelegt wurde. Und nur sechs Jahre später tönen die üblichen Verdächtigen, dass dieses nicht annähernd haltbar sei, wenn nicht neue Verschärfungen sofort eingeführt werden.

Deutschland: Zeitraum zu kurz

Das IPCC gilt als „weltweite Autorität“ im Hinblick auf das Ausmaß und die Ursachen des Klimawandels – liefert also die Grundlagen für die „grünen Deals“ der USA und EU, die auf Kosten der Steuerzahler Energiekrisen, Blackouts und eine völlig orientierungslose Umweltpolitik erzwingen und damit gewissenlose Stakeholder (Beteiligte) zu Multimilliardären machen. Das im Bericht angeführte Fehlen der globalen Erwärmung in den Vorjahren löste einst eine Schockwelle in der Politik aus.

Deutschland verlangte, den Hinweis auf die Verlangsamung der Erwärmung zu streichen: Denn die Betrachtung eines Zeitraums von nur 10 oder 15 Jahren sei „irreführend“ und man solle sich auf Jahrzehnte und Jahrhunderte konzentrieren. Verständlich. In diesen Zeitsprüngen spielen sich Veränderungen tatsächlich in größerem Ausmaß ab. Heruntergerechnet dann aber doch nicht – Mathematik ist aber nicht unbedingt eine Stärke von Politikern.

Belgien will Kurve nach oben haben

Belgien lehnte die Verwendung von 1998 als Startjahr für die Statistik ab – denn da sei es außerordentlich warm gewesen und das lässt die Kurve flach erscheinen. Vorschlag: Statt dessen sollte man 1999 oder 2000 verwenden, damit die Kurve steiler nach oben zeigt. Auch die USA-Delegation mischte sich ein und machte folgenden Vorschlag.

Sie sollten doch die fehlende Erwärmung mit der „führenden Hypothese“ unter Wissenschaftlern „wegerklären“, dass mehr Wärme vom Ozean „geschluckt“ werde – der nun eine höhere Temperatur habe. Beobachter glauben, der Bericht werde die Einschätzung von 2007, wonach der Mensch „sehr wahrscheinlich“ die globale Erwärmung mit CO2-Emissionen verursacht hat, auf „äußerst wahrscheinlich“ hinaufstufen.

USA-Fantasie: Ozeane schluckten Erwärmung

Die Wissenschaftler haben aber Erklärungsnotstand, warum das Niveau der Erwärmung seit 1998 nicht überschritten wurde, obwohl das Jahrzehnt 2000-2010 das heißeste der Aufzeichnungen war. Bis heute haben sie keinen tauglichen Erklärungsansatz geliefert. Kritische Klimabeobachter werden weiter ein Auge darauf haben. Interessant: Ungarn sorgte sich seinerzeit angeblich, die Einschätzung könnte den Kritikern des vom Menschen verursachten Klimawandels in die Hände spielen. Ob sich der dortige Vertreter mit Viktor Orban abgesprochen hat, ist unbekannt. Orban hat ja eine sehr realistische Klimaeinschätzung.

Umstrittenes IPCC-Gremium

Auch das fürchtet man beim IPCC, einem mehrmals umstrittenen Gremium. Er veröffentlichte zuvor seinen letzten Bericht 2007, der zu vielen Kontroversen führte, nachdem der IPCC seine peinliche Behauptung, der Himalaya würde bis 2035 schmelzen, korrigieren musste. Die Pannenserie setzte sich mit dem „Climategate-Skandal“ fort: Dabei ging es um durchgesickerte Emails, wonach Wissenschaftler angebliche Daten manipulierten, um sie überzeugender aussehen zu lassen. Stichhaltig erwiesen ist das aber nicht.

Der Berichtsentwurf war keine neue Forschung, sondern eine Synthese aller Arbeiten von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt. Damals stand an, dass er in der Folgewoche bei einem dreitägigen Treffen in Stockholm mit Vertretern von 195 Regierungen vorgelegt würde, wo über gewünschte Veränderungen diskutiert werden kann. Auch hier zeigt sich wieder, dass Fakten der Politik folgen müssen und sie wissenschaftliche Erkenntnisse zu ihrem Vorteil zurechtbiegt.

Politik biegt Fakten zurecht

Damals im Jahr 2013 wurde heftig gestritten. Nach der  Übermittlung des Berichtes an die Regierungen im Juni gingen seinerzeit Hunderte von Einwänden gegen die 20-seitige Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger ein, in der die Erkenntnisse der Wissenschaftler zusammengefasst sind. Damals zeigte sich: Es herrschte noch eine rege Debatte. Auch noch im Folgejahr: Sogar der sonst längst stromlinienförmige „Spiegel“ (!) hinterfragte die Darstellung, wonach sich „97 Prozent der Klimaforscher einig“ wären.

Nicht einmal ein Jahrzehnt und eine Klimabewegung später ist alles anders. Das berühmt-berüchtigte „97 Prozent“-Zitat gilt als vermeintlicher „Fakt“. Wer Kritik am Narrativ äußert, wird an den Rand gedrängt, teilweise in sozialen Medien zensiert. Gelegte Brände, Überschwemmungen nach Landschaftsversiegelung, Forstschäden durch Monokulturen: Immer hält der „Klimawandel“ als Erklärungsgrund her. Und alle Herrgottszeiten liefert das IPCC einen Panik-Bericht ab, nach dem die Politik harte und unbeliebte Maßnahmen „zum Wohl des Planeten“ hinterher knallen kann.

Acht Jahre später: Doppelpass-Spiel

Gefühlt nur Tage, nachdem das IPCC in diesem Jahr vor dem Verfehlen der Klimaziele warnte, kündigte die EU ein Verbot für Verbrennungsmotoren und andere Knallhart-Maßnahmen an. Gelang es den Eliten also letztendlich, auf das Gremium einzuwirken? Werden womöglich seitdem hauptsächlich „Erkenntnisse“ publiziert, die genau das aussagen, was die Politik hören will? 

Denn spätestens seit dem Beschluss der „Agenda 2030“ rund um die Paris-Konferenz entsteht der ständige Eindruck, dass alle am gleichen Strang ziehen. Dass der Umweltschutz dabei nur ein Deckmantel für eine viel größere gesellschaftliche Umwälzung ist, glauben mittlerweile viele kritische Geister. Der „Green Deal“ ist mittlerweile kein Plan mehr, sondern längst in der Umsetzung…

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