herbert kickl fpö
Asylwerber sollen künftig außerhalb Europas ihre Asylanträge stellen. Eine Einreise ohne positiven Bescheid soll es nicht mehr geben.

Wie die aktuelle Abschiebestatistik zeigt, wurden im ersten Halbjahr 2018 schon über 6.000 Abschiebungen abgewiesener Migranten durchgeführt. Rund ein Drittel von ihnen musste zwangsweise abgeschoben werden.

Die rigorosen Abschiebungen sind eine Konsequenz des neuen Asylkurses von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), der angekündigt hatte, eine „völlig neue Asylpolitik“ auf den Plan bringen zu wollen.

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Viele zwangsweise Abschiebungen

6.096 Ausländer mussten heute bereits Österreich heuer verlassen, berichtet die Tageszeitung „Österreich„. Die zwangsweisen Abschiebungen betrugen 2.106 und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 38 Prozent!

Kickl kritisiert deshalb auch die Asylwerber: Diese seien sehr häufig nicht kooperativ. Vom Kurs abbringen lässt sich der Innenminister deshalb aber nicht.

Neuer Asylkurs für Österreich

Kickl kündigte zu Beginn seiner Arbeit in der aktuellen Bundesregierung an, der EU gehörig Paroli bieten zu wollen: Auf europäischem Boden soll es zukünftig keine Asylanträge mehr geben. „Das muss die Zielvorgabe sein, wir brauchen einen mutigen und großen Wurf auf EU-Ebene“, fordert der Innenminister die EU zum Handlen auf.

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Der „Wochenblick“ analysierte im Jänner in seiner Druckausgabe unter anderem Kickls Pläne für zentralisierte Asyl-Versorgungsstellen.

Auch wünscht sich Kickl neue Anreize für Herkunftsländer von abgelehnten Asylwerbern, um diese wieder zurückzunehmen. Der Innenminister kann sich etwa Ausbildungsmaßnahmen für Asylwerber vorstellen, um die Herkunftsländer strukturell zu stärken: „Wir brauchen in Europa eine vollkommen neue Asylpolitik.“