Österreichs Polizei schafft ab 2020 für Dienstwaffen neue Deformationsmunition an. Diese wird sich zukünftig unter anderem in der Polizei-Standardwaffe Glock 17 wiederfinden. 

Laut Innenministerium „benötigt die Polizei die neue Einsatzmunition, weil sie den höchsten Anforderungen beispielsweise im Falle von Terrorlagen gerecht wird“.

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„Mannstoppende“ Wirkung

Die neue Munition verspricht eine „höhere Wahrscheinlichkeit einer schnelleren Herbeiführung der Wirkung“, da sie mehr Energie im Körper der getroffenen Person freisetzt. Die Lage des Treffpunkts, der Schusskanal und „psychische und physische Eigenschaften der getroffenen Person“ beeinflussen jedoch wie gewünschte Wirkung.  Für vier Jahre sollen circa 1,6 Millionen Stück um 800.000 Euro angeschafft werden und in der Faustfeuerwaffe Glock 17 und der Maschinenpistole Steyr MP 88 Verwendung finden.

Anstieg von Delikten gegen Staatsgewalt

Zuletzt wurden bereits 24.000 neue Schutzwesten und 3400 neue Langwaffen gekauft. Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) verspricht: „Mit der Einführung einer neuen Einsatzmunition reagieren wir auch auf die gestiegene Gewaltbereitschaft gegenüber Polizisten.“ In der aktuellen Kriminalstatistik seien die  speziell gegen die Polizei gerichteten Delikten wie „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ und „Tätlicher Angriff auf einen Beamten“ deutlich angestiegen.

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Speziell bei Verdacht des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt gab es ein Plus der Anzeigen von 20 Prozent!