Die Corona-Politik sowie deren Folgen auf unsere Kinder bleiben bis dato wenig erforscht. Inwieweit die Mund-Nasen-Abdeckung, bei sämtlichen Vorteilen gleichermaßen gesundheitliche Benachteiligungen für Kinder aufweisen mag, bleibt fraglich. Einige Kinder vertragen die Maske gut, bei anderen hingegen treten beachtliche Probleme auf.

Von Alina Adair

Der Kinderarzt Dr. Eugen Janzen stellte Anfang 2020 bereits die Frage, ob das dauerhafte Tragen einer Maske (je nach Maske und je nach Tragedauer) besonders für die Grundschulkinder gesundheitsschädlich sein könnte. Im Sommer waren bei über 30°C Temperaturen viele Kinder in Deutschland den Corona Maßnahmen ausgesetzt. Obwohl keine gesicherten Studien vorlagen, mussten sie bisweilen 6 bis 8 Stunden täglich und in manchen Schulen sogar im Sportunterricht Masken tragen. Dr. Janzen beschäftigt sich seit März 2020 sehr intensiv mit diesem Thema und hat einige Untersuchungen durchgeführt, die dringende und bis heute nicht beantwortete Fragen aufwerfen.

– Ist es in unserem Land heute möglich, eine wissenschaftliche Studie darüber zu initiieren, ob die Mund-Nasen-Bedeckungen den Kindern schaden und was wäre falsch daran?

– Warum haben Politik und Medien offentsichtlich keine Interesse daran, eine solche Initiative unterstützend zu begleiten?

Schaden von Kindern fernhalten

Diese Fragen beschäftigten Dr. Janzen und wurden immer drängender, da er Schaden von seinen jungen Patienten fernhalten wollte. Er hat mehrfach versucht, die erfahrenen Zurückweisungen zu ignorieren und einfach weiterzuleben, ohne an die möglichen Schäden für unsere Kinder zu denken. Es ist ihm nicht gelungen.

Sein Team und er tragen acht bis zehn Stunden am Tag eine Maske und alle Patienten außer kleinen Kindern tragen seit Beginn der Pandemie in der Praxis ebenfalls eine Maske (freiwillig, und nicht, weil er es fordert).

Auf Empfehlung der Krankenversicherung und des RKI testete er honorarfrei sehr viele Patienten auf Corona. Darüber hinaus testete er regelmäßig sehr viele Mitarbeiter von Kindergärten. In seiner Freizeit geht er in Kitas (damit die Erzieher nicht zum Arzt gehen müssen und dort eine Ansteckung riskieren). Dr. Janzen erklärte sich bereit, auch an fast allen Samstagen im 4. Quartal eine Infektions-Sprechstunde für Corona-Verdachtspatienten anzubieten, zur Entlastung der Kliniken, was jedoch aus Mangel an Bedarf nicht in Anspruch genommen wurde.

Kreis Lippe von Covid-19 kaum betroffen

Tatsache ist, dass es im Kreis Lippe am 02.11.2020 keinen einzigen beatmeten Patienten mit Covid-19 gab. Der Kreis hat etwa 100 Beatmungsplätze zur Verfügung. Dies bestätigte auch Radio Lippe am 02.11.2020 „Kaum Corona-Intensiv-Patienten im Klinikum Lippe“.

Seit Mitte August bis Ende Oktober ist im gesamten Kreis Lippe nur eine einzige Person an oder mit Covid im Alter von 81 Jahren gestorben. Und das bei ca. 330.000 Einwohnern und weit über 1.000 erkrankten Patienten. Das soll nicht heißen, dass das Virus ungefährlich ist. Es gibt durchaus schwere Verläufe wie bei jeder viralen Infektionskrankheit, nur eben nicht nachvollziehbar im Kreis Lippe.

Dr. Janzen rief im letzten Jahr dazu auf, die Wirkung von Masken auf Kinder in einer Studie zu untersuchen. Während seine Bitte bei der Politik unerhört verhallte, half ein Institut, das ihm bei der Erstellung einer Maskenstudie behilflich ist.

Wissenschaftliche Erforschung der Wirkung von Masken auf Kinder

Auf seiner Webseite veröffentlichte er eine Übersicht, worin er als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin seine Gedanken und Beobachtungen zum Gebrauch eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) für Kinder zusammenfasst.

https://www.kinderarzteugenjanzen.com/ergebnisse-der-maskendiagnostik

Seit Monaten fordert Dr. Janzen eine umfassende klinische Studie über Verträglichkeit und Nebenwirkungen der Maske bei Kindern. Eine solche Studie wurde bereits im Oktober vorbereitet und wird aus nicht nachvollziehbaren Gründen zumindest derzeit nicht weitergeführt. Bis zum Abschluss dieser Studie sollte die Maske im Kindesalter eine freiwillige Entscheidung der Kinder und der Eltern bleiben und jeglicher sozialer Druck in dieser Hinsicht sollte unterlassen bzw. unterbunden werden. Danach ist eine neue Beurteilung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses der Maskenpflicht für Kinder aus der Sicht von Dr. Janzen dringend notwendig.

Berichte über massive Beschwerden

Schon im Mai 2020 wurde in Nordrhein-Westfalen eine allgemeine Maskenpflicht eingeführt, auch im Schulunterricht. In der Folge klagten viele Kinder und manche Eltern beim Besuch seiner Praxis vermehrt über Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Luftnot, Herzrasen, Panikattacken, Schweißausbrüche, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit. Dr. Janzen recherchierte und suchte nach Studien zum Gebrauch von Masken im Alltag. Seine Recherche umfasste englische, deutsche und russische Quellen, doch außer ein paar kleineren Arbeiten zum Gebrauch bei Erwachsenen wurde er nicht fündig.

Im Rahmen seiner normalen kinderärztlichen Tätigkeit hat Dr. Janzen über 20 Kinder im Alter zwischen 6 und 16 Jahren mit Masken untersucht. Die Untersuchung umfasste u.a. die Messung von Stresshormonen.

Gemessen wurden weiterhin unter anderem:
– Atemfrequenz
– Herzfrequenz
– Atemtiefe, eingeteilt in die drei Kategorien flach, normal und tief
– Blutdruck
– Analyse der Handflächen, ob feucht oder trocken (als Stressindikator)
– Sauerstoffsättigung mittels Pulsoxymeter
– Allgemeinbefinden und ggf. Beschwerden
– Ausschluss einer Hyperkapnie durch Blutgasanalyse (aus 2 Tropfen kapillarem Blut von der Fingerkuppe, ähnlich wie bei Blutzuckermessung) bei einigen Kindern

Veränderung der Atemfrequenz, Anstieg des CO2-Wertes

Die bisherigen Ergebnisse lassen aufhorchen. Sämtliche Kinder zeigten eine Veränderung der Atmung in der Frequenz. Manche Kinder entwickelten unter der Maske Kopfschmerzen, bei einigen wurden die Handflächen feucht; einige Kinder verdoppelten sogar ihre Atemfrequenz. Es gibt eindeutig Kinder, die die Maske sehr schlecht vertragen und Kinder, die über keinerlei oder nur wenige Beschwerden beim Maskentragen klagen. Eine Firma lieh ihm ein Blutgasanalysegerät (BGA-Gerät). In den zwei Wochen, die zur Verfügung standen, haben seine Mitarbeiterin und er ihre Blutgase unter verschiedenen Maskentypen gemessen. Bei FFP2 Maske (KN95) war er über die Veränderung, die er klinisch im Alltag kaum bemerkte, sehr überrascht. Der pCO2-Wert stieg um 10 mmHg an, und der sO2 Wert fiel um mehr als 4% ab. Er toleriere diese Maske weitgehend, trotz gelegentlicher Kopfschmerzen über 8 bis 10 Stunden am Tag. Er fragte sich aber als Arzt, ob diese Maske wohl auch ein 80 Jahre alter Herzpatient gut vertragen wird? Wochenblick berichtete während des Vorjahrs mehrfach über CO2-Messungen unter den Masken von Kindern: Auch Grazer Arzt bewies CO2-Grenzwertüberschreitung unter Masken, Sachverständiger beweist live: CO2-Werte unter Masken gesundheitsschädlich

Schlussfolgerung zur Maskenpflicht bei Kindern

Eine allgemeine Maskenpflicht ohne Berücksichtigung möglicher körperlicher Gegebenheiten oder psychischer Auswirkungen auf das individuelle Kind ist aus der medizinischen Sicht von Dr. Janzen unvertretbar. Die Frage, ob eine Maske getragen werden kann oder nicht, kann nur eine individuelle Einzelfallentscheidung sein. Er fordert daher, dass ein genereller Zwang, einschließlich psychosozialem Drucks durch Lehrer, Schulleiter oder Politiker, eine Maske zu tragen, egal, ob das Kind darunter leidet oder nicht, endlich aufhören muss!

Dr. Janzen sagt, dass wir die Psyche vieler Kinder schädigen. Darunter leiden auch Eltern und Geschwister und die Eltern-Kind-Beziehung. Viele Menschen sehen in dem Maskenzwang einen Angriff auf die psychische und körperliche Unversehrtheit der Kinder, viele entwickeln sogar Symptome einer Depression.

Es sind doch noch Kinder und keine Maskenmuffel!

Ganz egal warum sich ein Kind mit Maske unwohl fühlt, sei es rein psychisch bedingt oder durch die hohe Sensibilität gegenüber Adrenalin- oder pCo2- Schwankungen, muss es jedem Kind erlaubt sein, saubere Luft ohne Maske zu atmen und ohne jede Einschränkungen am Schulunterricht teilzunehmen. Alles andere kommt einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit nahe.

Als Mediziner vermag er keinen Sinn darin erkennen, im Unterricht eine Maske zu tragen. Aerosole mit Viren verlassen fast jede Maske nahezu ungehindert. Das unnötige Quälen von Kindern muss endlich aufhören, denn die meisten Kinder werden eine Covid-19-Infektion ohnehin schadlos durchstehen. Dr. Janzen hat bereits über 200 Menschen nach einer überstandenen Covid-19-Infektion persönlich befragt, etwa die Hälfte waren Kinder, die andere Hälfte Erwachsene (nur wenige waren über 60 Jahre alt). Lediglich ein Kind lag wegen Mittelohrentzündung und Unruhe zwei Tage stationär im Krankehaus, Covid-19 wurde dabei eher zufällig diagnostiziert. Alle anderen Kinder zeigten keine oder nur leichte Erkältungs-Symptome.

Primum non nocere (zuallererst nicht schaden) ist ein Leitsatz der hippokratischen Tradition, der er sich verpflichtet fühlt und wonach jeder Mediziner handeln sollte.

Masken nur in Bereichen mit hohem Risiko sinnvoll

Kinder sollten eine Maske nur da tragen, wo das Risiko hoch ist, andere Menschen aus einer Risikogruppe anzustecken (wie Pflegeheime, Wartezimmer der Arztpraxis, Einkaufsladen etc.). Wir wissen, dass Alltagsmaske beim Husten die Flugweite der Aerosole vermindert und die Flugrichtung ändert. Im Klassenzimmer füllen die Aerosole den Raum und die Konzentration dieser Aerosole ist für die Ansteckung entscheidend, nicht die Flugweite. Die Konzentration der Aerosole in einem Klassenzimmer wird nach 45 Minuten Unterricht durch das Tragen einer Stoffmaske leider nicht relevant beeinflusst.

Validierte Daten zur Beurteilung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses von Masken sind laut WHO dringend geboten, gerade auch für Kinder. Es gibt mittlerweile mehrere klinische Studien und epidemiologische Beobachtungen, die den Nutzen einer Maske als Virenschutz relativieren oder gar widerlegen. Die WHO hat ihre Meinung zu Schutzmasken geändert – allerdings nicht hinsichtlich der Risiken, sondern in Bezug auf deren Nutzen. Bis dato war die Haltung der Organisation, dass ein Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei.

WHO änderte mehrfach Meinung zu Masken

Am 30. März hatte WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan gesagt, es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass durch allgemeines Mundschutztragen etwas gewonnen wäre. „Wir raten davon ab, Mundschutz zu tragen, wenn man nicht selbst krank ist“, so Ryan damals.

Am 6. April teilte die WHO mit, dass der Nutzen von einfachen Masken noch nicht ausreichend erforscht sei, um eine Empfehlung für oder gegen ihre Verwendung auszusprechen, gleichzeitig wurde vor der Ansteckungsgefahr durch kontaminierte Masken gewarnt.

Die Universität Witten/Herdecke entwickelte zu der Fragestellung ein Register, mit welcher Häufigkeit Nebenwirkungen bei Kindern auftreten:

https://co-ki-masken.de/en/current-survey/

Sehr empfehlenswert ist auch dieser emotional berührende Beitrag des Hirnforschers Gerald Hüther:

 

Links:

https://www.kinderarzteugenjanzen.com/ergebnisse-der-maskendiagnostik

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/pdfs/kohlendioxid_2008.pdf

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/504627

https://www.dw.com/de/who-%C3%A4ndert-ihren-masken-standpunkt/a-53703467

https://www.aargauerzeitung.ch/panorama/vermischtes/who-sieht-keinen-nutzen-im-allgemeinen-mundschutztragen-137566566

Mitteilung der WHO vom 6. April 2020: https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/331693/WHO-2019-nCov-IPC_Masks-2020.3-eng.pdf?sequence=1&isAllowed=y

Mitteilung von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vom 5. Juni 2020: https://www.who.int/dg/speeches/detail/who-director-general-s-opening-remarks-at-the-media-briefing-on-covid-19—5-june-2020