Die Wiener Grünen müssen sich momentan mit mehr als einem „Haufen Mist“ herum schlagen. Nicht nur, dass sie nach zehn Jahren zugunsten der linksliberalen NEOS aus der Stadtregierung fliegen und ihre Jugend im Netz einen wortwörtlichen „Shitstorm“ kassierte, weil sie am Nationalfeiertag die Heimatliebe vieler Österreicher mit Hundekot vergleichen. In der Nacht auf Donnerstag wurde dann nämlich tatsächlich ein Misthaufen vor einem Parteilokal abgeladen.

Wie der Aktionsblog „Patrioten in Bewegung“ herausstellt, handelt es sich dabei um eine direkte Antwort auf das widerliche Posting der Grünen Jugend – Wochenblick berichtete. Die grüne Partei hasse das Land, ihr Nachwuchs hätte „am Nationalfeiertag das ganze Volk“ beleidigt. Weil dies längst kein „staats- und nationsfeindlicher Einzelfall“ mehr sei, deponierte man eine Fuhre Dung vor der Tür und stellte ein Schild auf mit der Aufschrift: „Grüner Dreck raus aus der Regierung“.

„Bringen den Dreck, den sie verbreiten, vor ihre Türe!“

Sie begründen dies damit, dass eine „Partei aus Heimathassern in einer Regierung nichts verloren“ habe“. Die Grünen würden Österreich hassen – und ganz Österreich hasse die Grünen. Und: „Als Ausdruck unserer Verachtung bringen wir ihnen den Dreck, den sie verbreiten, vor ihre Türe!“

Damit stellten sie wohl auch klar, dass sie nicht die Grünen an sich als „Dreck“ sehen – aber in jedem Fall deren Politik und Impulse. Später wurden in sozialen Medien auch weitere Bilder von der Aktion geteilt.

Mist laut Grünen-Politiker „ausgezeichnete Qualität“

Mittlerweile findet die Aktion auch Widerhall im medialen Sektor. Der Heute zufolge hätten Augenzeugen ingesamt fünf bislang unbekannte Männer gegen 5 Uhr morgens mit einem LKW vor dem Parteilokal in Rudolfsheim-Fünfhaus gehalten. Man berief sich dabei auf die Auskunft einer sogenannten „Leserreporterin“.

Auch der grüne Bezirkspolitiker Haroun Moalla wollte sich vorerst nicht auf einen Urheber festlegen, versicherte aber immerhin, dass es sich „bei dem Kompost erfreulicherweise um ausgezeichnete Qualität handelt“. Offenbar legten die Aktivisten also tatsächlich Wert darauf, dass der hinterlassene Dreck „grün“ war…

Wann distanziert sich Kurz von grünen „Heimathassern“?

Während das Gratisblatt von einer „fiesen Aktion“ spricht, thematisieren freie Medien wie die Tagesstimme oder Info-Direkt den Umstand, dass Sebastian Kurz sich weiterhin nicht zum umstrittenen Posting der Parteijugend seines grünen Koalitionspartners geäußert habe. Dies stünde im Widerspruch zu dessen früheren Vorgehen, wenn die Medien irgendwelche Dinge im Umfeld der Freiheitlichen zum Skandal aufgebauscht hätten.

Auch FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl verwies bereits am Dienstag auf diese schiefe Optik. Die „anti-österreichische Geisteshaltung“ sei „widerlich“, eine rote Linie sei überschritten. Es sei „kein Einzelfall“ in der grünen Jugend, dort würden alle so denken. Tatsächlich fiel zumindest die Wiener Landesgruppe immer wieder mit einem fragwürdigen Verhältnis zur eigenen Heimat auf, bezeichnete Österreich erst im Mai als „frei erfunden“