Der Automobilclub ÖAMTC präsentierte eine Studie, nach der die Klimaziele der EU nur mit Benzinpreisen in der Höhe von vier Euro pro Liter erreichbar wäre. Da stellt es jetzt nicht nur den Pendlern die Haare auf …

Von Willi Huber

Online scherzt man darüber, wie es sein könne, das Weltklima in 20 Jahren auf das Zehntelgrad genau bestimmen zu können, wenn unsere Meteorologen nicht einmal das Wetter am jeweiligen Nachmittag korrekt vorhersagen können – schon gar nicht auf ein Zehntelgrad genau. Die Klimadebatte ist enorm von Ideologie und Glaubensdogmen geprägt. Dem logischen Denker ist ja auch nicht wirklich ersichtlich, wie eine Steuerzahlung dazu beitragen kann, dass weltweit weniger CO2 ausgestoßen wird – noch dazu wo das kleine Österreich keinen wesentlich auffälligen Beitrag dazu leistet. Distanziert betrachtet ruinieren sich die Industriestaaten Europas gerade selbst, während Weltmächte wie China sich ins Fäustchen lachen und weiter ohne Ende Emissionen in die Luft pulvern.

Benzinpreis vervierfachen

Die ÖAMTC-Studie besagt jedenfalls, dass das neue EU-Klimaziel nur mit einem Benzinpreis von vier Euro pro Liter erreichbar wäre. Es würde rechnerisch nicht ausreichen, das Dieselprivileg abzuschaffen und verschiedene Steuern und Mautabgaben geringfügig zu erhöhen. Sprich: Mit den EU-Vorgaben könnte den Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind, ziemlich brutal in die Kasse gegriffen werden. Vierfache Kosten für die Mobillität – wie Pendler das überleben sollen, hat sich wohl noch niemand überlegt. Grund ist die EU-Vorgabe, die angeblich klimaschädlichen CO2-Emissionen bis 2030 stark zu senken. Im Straßenverkehr müsse der Ausstoß von Verbrennungsgasen um 61 Prozent sinken.

Gewaltige Steigerungen der Mobilitätskosten

Der ÖAMTC erklärte auch konkret, welche Mehrbelastung für einen privaten Haushalt zu erwarten wäre.  Ein PKW würde eine Familie in Hinkunft 650 Euro pro Monat kosten. Derzeit werden diese Kosten mit 488 Euro angegeben. Dabei sind Haushalte am Land natürlich weit mehr betroffen als beispielsweise in Wien, wo die meisten Strecken mit dem öffentlichen Verkehr zu bewältigen sind.