Obwohl sie Bestseller verfassen und mit ihren Vorträgen Säle füllen, werden sie despektierlich als „Crash-Propheten“ oder „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet.

Ein Kommentar von Christian Seibert

Unliebsame Finanzexperten

Jenen Ökonomen, die durch ihre Arbeit auf den faulen Kern unseres Weltwirtschaftssystems hinweisen, wird von der Mainstream-Wissenschaft jegliche Anerkennung verweigert. Ihr Verbrechen? Erfolgsautoren wie etwa der deutsche Volkswirtschaftler Markus Krall versuchen in einfachen Worten das zu vermitteln, was jahrzehntelang nur der herrschenden Elite vorbehalten war: Ökonomische Sachverhalte zu verstehen und auf unliebsame Themen hinzuweisen!

Marode Banken in Südeuropa

Darauf, dass die kriselnde Gemeinschaftswährung Euro der Preis für die deutsche Wiedervereinigung war und weniger volkswirtschaftlichen Logiken als vielmehr politischem Willen unterlegen war. Darauf, dass der Euro für Länder wie Deutschland zu schwach und für Länder wie Italien mit seinen maroden Banken viel zu stark ist. Oder auf die fragwürdige Dauerrettungspolitik der EZB und der FED mit ihrer Nullzins- und bald wohl auch Negativ-Zinspolitik.

Wirtschaft steht vor dem Kollaps

Bereits jetzt könnten 15 Prozent aller Unternehmen weltweit nicht mehr existieren, wenn Zinsen auf dem normalen Niveau wären. Diese Unternehmen werden künstlich durch billiges Geld von den Banken am Leben erhalten. Jene Geldinstitute, die dann ihrerseits am Kreditgeschäft zu wenig verdienen und in Verbindung mit der deutlichen Eintrübung der Wirtschaftslage vor dem Kollaps stehen. Wer unbequeme Wahrheiten ausspricht, schafft sich Feinde.

Überhebliche Elite

„Ein Buch, das Ekel in mir auslöst“, sagte ZDF-Literaturkritiker Denis Scheck über das Werk „Weltsystemcrash“ des deutsch-amerikanischen Ökonomen Max Otte live auf Sendung. Weil Otte es wagte, jene herrschende Elite zu benennen, die vom System profitiert. Scheck postulierte in seiner Sendung, dass er selbst zu dieser Elite gehöre und die deutliche Warnung nachschoss: „Diese Elite funktioniert noch!“ Bei derart viel Überheblichkeit mag man hoffen, dass dies nicht mehr allzu lange der Fall sein wird…