So ein gutes Zeugnis hatte Wels noch nie gehabt. In der Vergangenheit hatten deren Bürgermeister im Fach Bonität immer einen Dreier erhalten. Jetzt gab es erstmals die Bestnote eins für die Statutarstadt unterm Lederturm, während Linz und Steyr die Sitzenbleibernote fünf einheimsten.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Das zeigt: Der Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl ist ein gelehriger und ehrgeiziger „Schüler“, der in den letzten Jahren einen strikten Reformkurs umgesetzt und so das Budget saniert hat. Seine Vorgänger dürften angenommen haben, dass das Steuergeld wie der Strom aus der Steckdose flösse.

Das hat Rabl natürlich nie geglaubt, weshalb sein Rechnungsabschluss 2018 nun einen Überschuss von 16 Millionen Euro für die Stadt ausweist. Um diesen Erfolg werden ihn die politischen Mitbewerber sicherlich beneiden, weshalb der blaue Rabl nun höllisch aufpassen muss, nicht in eine ihrer möglichen Fallen zu tappen.

Denn 2021 sind wieder Kommunalwahlen und er täte gut daran, schon jetzt seinen Keller nach eventuell vergessenen Liederbüchern zu durchforsten, damit nicht kurz vor der Wahl  ein neuer FPÖ-Skandal inszeniert werden kann. Sicherheitshalber sollte sich Rabl auch von Grimms Märchenbüchern trennen, weil auch deren Geschichten schon einmal als kinder-, frauen- und gesellschaftsfeindlich bewertet wurden.