Mit einem Artikel über die Äußerungen Wladimir Putins, dass in Russland „Papa und Mama“ statt „Elternteil 1 und 2“ erhalten bleiben, hat der Wochenblick im Internet einen beachtenswerten Reichweitenerfolg erzielt.

Kommentar von Chefredakteur Christian Seibert

Der Artikel scheint also einen Nerv unserer Leserschaft getroffen zu haben. Nun: Der ein oder andere mag vielleicht denken, wie banal die Aussage Putins doch ist, da es nun mal eine biologische Realität ist, dass sich Eltern als Mama und Papa definieren. Doch das sehen nicht alle so. Denn Kulturmarxisten und sogenannte „Gender-WissenschaftlerInnen“ versuchen, das Faktum mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Genderlehre ist Werkzeug des Kulturmarxismus

Nach deren Ansicht ist auch das Geschlecht eines Menschen nicht gottgegeben oder den Launen der Natur überlassen, sondern vielmehr das Produkt seiner Erziehung und seiner Sozialisierung. Auch deshalb reden diese Pseudo-Wissenschaftler auch viel lieber von „Geschlechtsidentität“. Denn schließlich ist man in den Augen der Genderisten ja nicht das, was man beim Blick auf das Geschlechtsteil entdeckt, sondern viel eher der, die oder das, was man gerade fühlt.

Wer schon einmal eine Gender-Vorlesung auf einer Universität besucht hat, der weiß, dass es sich bei den „Lehrenden“ zumeist um Personen handelt, deren Geschlecht wirklich nicht am ersten Blick zu erkennen ist. Das liegt aber vielmehr an deren Aufmachung. Doch die Genderlehre ist keine Wissenschaft, sondern ein Werkzeug des Kulturmarxismus, um traditionelle Werte zu zerstören.

Ohne Elternrechte keine Fundamente mehr

Immer wieder erreichen uns Zuschriften von entrechteten Vätern, denen es durch Behörden und Ämter verboten wurde, ihre Kinder zu sehen. Und das Schicksal von alleinerziehenden Müttern, deren Ex-Partner sich vor dem Unterhalt drücken, soll an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben. In einer Welt, in der ein Amt entscheidet, wer Elternteil 1 oder 2 oder 3 ist, gibt es keine Fundamente mehr. 

Sie erkennen, inwieweit sich dieses linke Hirngespinst in unserer westlichen Welt und damit auch in Österreich bereits ausgebreitet hat. Insofern ist es gut, dass ein Staatsmann von Weltrang, wie der russische Präsident es ist, auf diesen Sachverhalt hingewiesen hat. Spasibo, Wladimir …