Wie sehr vermeintlich politisch korrektes Verhalten mit der Realität kollidiert zeigt die Ablösung von „Krone at.“-Chefredakteur Richard Schmitt.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

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Hartes abwatschen

Denn während man den früheren Vizekanzler Heinz Christian Strache seit Veröffentlichung des Ibiza-Videos nach Herzenslust abwatschen kann, wozu auch das Nicht-mehr-Ernst-nehmen viele seiner früheren, im nüchternen Zustand gemachten und oft sehr plausiblen Vorschläge und Aussagen gehören, so ernst werden offensichtlich seine im angesäuselten Zustand getroffenen Feststellungen genommen.

Einen „der besten Leute, dies es gibt“

Weil Strache in diesem Ibiza-Video den Journalisten Richard Schmitt als einen „der besten Leute, die es gibt“ bezeichnet hatte, muss dieser nun andere Funktionen übernehmen. Ich kenne Richard Schmitt, den Sohn des ehemaligen Lokalchefs der Linzer Krone-Redaktion schon sehr lange, und halte ihn ebenfalls für einen wirklich guten Journalisten (was nicht nur für Schmitts Tätigkeit bei der Krone gilt). Warum kann er dann nicht mehr „Krone at.“-Chef sein? Nur weil Strache ihn mag?

Rache an HC Strache

Dass Schmitt jetzt das Bauernopfer spielen muss ist bedauerlich und schadet auch der Krone, deren Kotau vor dem linken Lager damit offensichtlich wird. Als Rache an Strache (oder der FPÖ) geht die Schmitt-Aktion jedenfalls ins Leere und der Pressefreiheit, die von den Systemmedien stets so hochgehalten wird, hat man damit keinen guten Dienst erwiesen.