Na, sowas: Knapp die Hälfte der rot-weiß-roten Republikaner, lese ich im „ATV Österreich Trend“, ist – so das Ergebnis der jüngsten Meinungsumfrage – mit  der politischen Arbeit der Regierung zufrieden.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Gespaltene Regierung

Doch von welcher Arbeit, bitte schön, reden wir eigentlich? Doch nicht etwa von den unausgegorenen Hirngespinsten, für die von dieser gespalteten Regierung erst noch mühsam ein common sense gefunden werden muss? So gesehen sind die türkis-grünen Herrschaften immer noch am Sondieren, zumal die jeweiligen Vorhaben auch noch im Parlament beschlossen werden müssen. Und erst danach kann man frühestens von einer erledigten Arbeit reden.

Jahre des Stillstands

Im Moment wird nur jede Menge Schaum geschlagen, was viele Bürger offenbar schon für die Regierungsarbeit halten dürften. Damit liegen sie auch gar nicht so falsch – nur: Mit richtiger politischer Arbeit, die dieses Land nach den Jahren des Stillstandes unter der roten Regierungsverantwortung schnell und effektiv weiterbrächte, hat das, was seit der letzten Wahl passierte, nichts zu tun.

Vizekanzler Werner Kogler, so hört man, sei zur Zeit damit beschäftigt, einen neuen Generalsekretär für die Grünen zu suchen, weil der bisherige alles hingeschmissen hat – doch nicht etwa wegen der von der Hälfte der Österreicher hochgelobten politischen Arbeit und Performance von Kurz und Kogler?