Da die Zahlen der positiv Getesteten nicht stark genug sinken, gibt es bereits Forderungen nach Verschärfungen. Die ehemalige ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky will einen 15 km Bewegungsradius.

Da die Zahlen der positiv Getesteten noch immer über den von der Regierung ausgerufenen Plänen liegen mehren sich bereits Stimmen, die weitere Maßnahmen fordern. Noch kurz vor dem Jahreswechsel verkündete der grüne Gesundheitsminister Rudolf Anschober, dass die 7-Tage-Inzidenz deutlich unter 100 fallen müsse. Von diesem Ziel ist man jedoch weit entfernt, in den letzten Tagen stiegen die Zahlen der „Positiven“ wieder an – 2540 Neuzugänge wurden verzeichnet – und die 7-Tage-Inzidenz lag bei 170. Verantwortlich für diese Entwicklung wurden die „Lockerungen“ über Weihnachten gemacht.

Forderungen nach weiteren Verschärfungen

Nachdem in anderen Ländern in der letzten Zeit die Maßnahmen weiter verschärft wurden, Deutschland verlängerte den Lockdown bis mindestens Ende Jänner und prüft derzeit eine Lockdownentfristung und weitere Einschränkungen, etwa der Bewegungsfreiheit der Bevölkerung auf 15 km, finden sich auch in Österreich Stimmen, die ein Anziehen der Daumenschrauben fordern. Nicht nur, dass bei dem Scheitern des Freitestens die Regierung den Lockdown hierzulande bis 24. Jänner verlängerte, es könnte sogar noch schlimmer kommen. So zeigt sich die ehemalige ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky von den Plänen aus Deutschland, die Bevölkerung an die Leine zu nehmen und in sogenannten Hotspots den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu beschränken durchaus angetan, wie „oe24“ berichtet.

Verlängerungen bereits geplant

Auch weitere Verlängerungen des derzeitigen Lockdown sind nicht unwahrscheinlich. Zwar hofft Gesundheitsminister Rudolf Anschober im Ö1-Morgenjournal, dass der Lockdown endlich die Zahlen sinken lässt, denn, so der Minister schon bei früheren Ankündigungen, die nächsten Wochen seien entscheidend. Und so könnte die Regierung auch eine Verlängerung des Lockdowns über den 24. Jänner hinaus beschließen, denn im Hauptausschuss dürfte ihr die Stimme der SPÖ sicher sein. Deren Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner hatte auch schon vor dem Jahreswechsel erklärt, dass man über Lockerungen nicht reden bräuchte, wenn die Zahl der „Infektionen“ nicht unter 1000 sinke.