Aufregung in Kärnten wegen des traditionellen Totengedenkens am Loibacher Feld bei Bleiburg: Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) möchte das Gedenken an die Opfer der Tito-Partisanen verbieten. Das unabhängige Analyse-Portal „ORF Watch“ kritisiert dagegen den ORF scharf: Dieser habe im Ö1 Journal am 24. April zum Teil die zahlreichen zivilen Opfer der Tito-Partisanen irreführenderweise als „gefallene Soldaten“ bezeichnet.

Der Hintergrund: Im Mai 1945 waren kroatische, slowenische und andere Kampfverbände, aber eben auch sehr viele Zivilisten vor den kommunistischen Truppen Jugoslawiens nach Österreich geflüchtet, um sich dort den Briten zu ergeben. Der Kärntner Historiker Florian Rulitz spricht in seinem Buch „Die Tragödie von Bleiburg und Viktring. Partisanengewalt in Kärnten“ von insgesamt 250.000 Menschen.

Fünfstellige Opferzahlen

Die Briten lieferten die Kriegsgefangenen jedoch an die jugoslawische Volksarmee aus. Was darauf folgte, ging in Kroatien als die „Tragödie von Bleiburg“ in die Geschichtsbücher ein. Alleine während zweier Wochen bis zu ihrem Abzug aus Kärnten am 21. Mai 1945 sollen Tito-Partisanen rund 1.000 Menschen ermordet haben.

Tausende Soldaten, aber auch Zivilisten wurden in weiterer Folge ermordet oder kamen bei langen Gefangenenmärschen, von den Kroaten als „Kreuzweg“ bezeichnet, ums Leben. Unzählige wehrlose Menschen wurden von den kommunistischen Tito-Partisanen erschossen und verscharrt. Man geht zumindest von fünfstelligen Opferzahlen aus…

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Würdige Gedenkstätte

Seit der Befreiung vom Kommunismus gedenkt auch das offizielle Kroatien der Massaker. In Bleiburg wurde zu diesem Zweck eine würdige Gedenkstätte eingerichtet, an der rund um den Jahrestag am 15. Mai unter Beteiligung von Regierungsmitgliedern eine alljährliche Gedenkfeier abgehalten wird. Diese ist Kommunisten, Antifaschisten und Linksextremen, deren ideologisches Naheverhältnis zu den Mördern von einst ja wohl unbestritten ist, ein Dorn im Auge.

Der ORF versuchte die Veranstaltung als „Aufmarsch von Faschisten und Neonazis aus halb Europa“ zu skandalisieren. Umgekehrt wird eher ein Schuh daraus: Nicht das Gedenken an die Opfer der Kommunisten ist ein Skandal, sondern der Versuch des linken Polit- und Medienkartells, diese Totenehrung zu verbieten! Der ganze Vorgang wirft ein bezeichnendes Licht auf die Einschränkung der Meinungsfreiheit in diesem Lande und des ungebrochen vorherrschenden geistigen Totalitarismus der Linken.

ORF stellt Hintergründe falsch dar

Zu den Kriegsverbrechen der Tito-Partisanen heißt es auf „ORF-Watch“: „Diese Massaker an bereits kapitulierenden Soldaten, Frauen, Kindern und Greisen wurden vom jugoslawischen Tito-Staat als ‚abschließende militärische Operationen‘ beschönigt. In Wahrheit waren sie das Fundament, auf welchem Tito seinen kommunistischen Staat aufgebaut hatte, indem er alle potentiellen Gegner des Kommunismus einfach ermorden ließ, Frauen und Kinder inklusive.“

Die ORF-Berichterstattung dazu sei völlig verzerrt, kritisiert der Medien-Experte Andreas Lindner auf dem renommierten Portal: „Und was macht nun die Ö1-Redaktion daraus? ‚Im Vorjahr kamen tausende Kroaten, um der gefallenen Soldaten (sic!) im Zweiten Weltkrieg zu gedenken, Hitlergruß inklusive.‘ Der ‚gefallenen Soldaten‘, diese Bezeichnung für einen der schlimmsten Massenmorde muss man sich erst einmal vorstellen!“