Der Konflikt zwischen Türken und Kurden in Nordsyrien scheint sich immer mehr zuzuspitzen. FPÖ-Gemeinderat Wolfgang Grabmayr schlägt jetzt vor, dass die  türkischen und kurdischen Vereine in Linz gemeinsam einen Appell zur gegenseitigen Mäßigung verfassen könnten.

„Linz ist seit vielen Jahren Friedensstadt. Gleichzeitig ist die Stadt seit mehreren Jahren Aufenthaltsort vieler Mitglieder der türkischen und der kurdischen Ethnie.“, stellt Grabmayr fest.

Appell zur Mäßigung

„Beide Volksgruppen sind in Linz in Vereinen organisiert, die auch mit diversen Integrationsgremien der Stadt zusammenarbeiten. […] Wir Freiheitlichen sind davon überzeugt, dass es ein Zeichen von hohem symbolischen Wert wäre, wenn die türkischen und kurdischen Vereine der Friedensstadt Linz einen gemeinsamen Appell zur gegenseitigen Mäßigungen verfassen würden.“, betont der FPÖ-Gemeinderat.

Linz ebenfalls Schauplatz des Konflikts

In der kommenden Gemeinderatssitzung möchte er einen entsprechenden Antrag einbringen.

Ob die Gespräche zu einer gemeinsame Friedensresolution führen werden, ist ungewiss. Auch in Linz kam es nämlich in Vergangenheit immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden. Der „Wochenblick“ berichtete mehrmals.

Mögliche Beruhigung auf lokaler Ebene

Dem „Wochenblick“ erklärt der FPÖ-Gemeinderat, dass er sich durch solche Gespräche zumindest auf lokaler Ebene eine Beruhigung erhofft.

„Ziel der Initiative ist zumindest auf lokaler Ebene das Verhältnis zwischen den hier ansässigen kurdischen und türkischen Mitbürgern zu verbessern. Die Einbindung der Stadt soll ein Zeichen sein, dass die gesamte Bürgerschaft von Linz um Frieden im türkisch –syrischen Raum bemüht ist. An solchen Bürgersignalen des Friedenswillens aus dem EU-Raum gibt es bisher eher einen Mangel“, betont Grabmayr gegenüber unserer Zeitung.