Durchaus auch aus Überzeugung, aber noch sehr viel mehr wegen des gesellschaftlichen Drucks haben sich wohl die meisten Wirte zähneknirschend damit abgefunden, dass die Regierung nun das absolute Rauchverbot einzuführen beabsichtigt.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

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Scheinheilige Debattenkultur

Nur: Wirklich verstehen können das viele Gastronomen nicht. Warum, so fragen sie sich, kann man es nicht bei der bereits gehandhabten Methode von Raucher- und Nichtraucherzonen in den Wirtshäusern belassen? Als Gegenargument wird das schädliche Passivrauchen fürs Personal angeführt, aber auch die Konditionierung junger Leute zur Rauchersucht. Ein Wirt vom Traunsee, der ungenannt bleiben möchte, hält das für eine scheinheilige Argumentation. Denn dann, so sagt er, müsste man auch in Vereinsheimen das Rauchen konsequent verbieten.

Bis man die Luft schneiden kann

Wenn es stimmt, dann wird in so manchen Musiker-, Feuerwehr- und sogar Sport-Vereinsheimen „gepofelt“, dass die Luft dort oft zum Schneiden ist. Getrennte Zonen gebe es dort meist nicht. Dass Rauchen der Gesundheit schaden kann, ist unbestritten. Doch die Erlassung eines konsequenten Rauchverbots ist ein reines Politikum.