Kriminelle Migranten haben die 56-Jährige endgültig gebrochen 1
Foto: Räuber: Fotolia, Dan Race / Überfall: Fotolia, oneblink1 / Bildkomposition "Wochenblick"

„Ich habe mich jetzt zurückgezogen, ich kann einfach nicht mehr. Ich weiß, dass es da keine Gerechtigkeit mehr gibt. Wir haben eh‘ keine Chance mehr, die haben überhandgenommen…“ – Die 56-jährige Maria K. wurde bereits zweimal überfallen, einmal beinahe vergewaltigt und vom System im Stich gelassen. Hört man ihre Geschichte, versteht man die Welt nicht mehr…

Ein Bericht von Elsa Mittmannsgruber

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Maria K. wuchs in einem Heim auf, seit ihrem 16. Lebensjahr steht sie auf eigenen Füßen und verdient sich fleißig ihren Lebensunterhalt. Obwohl sie an einer besonders schmerzvollen Krankheit, dem Felty Syndrom, leidet, arbeitet sie vierzig Stunden in der Woche.

Überfallen und im Stich gelassen

Zu der aus der Krankheit resultierenden 30-prozentigen Invalidität traten vor fünf Jahren weitere 40 Prozent wegen eines schweren Autounfalls hinzu. Dennoch bekommt sie vom Staat keinen Cent Unterstützung. Obschon sie nur noch wenig vom Rollstuhl trennt, wurde ihr der Behindertenausweis, den sie zwanzig Jahre lang besaß, vergangenes Jahr abgenommen.

Die Begründung: „Sie können doch eh‘ mit dem Bus fahren!“ Und als wäre das alles nicht genug, trieben sie nun die unfassbaren Ereignisse in den vergangenen zwei Monaten an den Rand der Verzweiflung. Zum zweiten Mal in ihrem Leben wurde sie überfallen. Zwei Wochen später konnte sie sich gerade noch vor einem Vergewaltiger retten und landete dafür beinahe selbst auf der Anklagebank.

Von Asylwerber angegriffen

Am helllichten Tag ging Maria K. mit ihrem sieben Jahre alten Hund an der Traun spazieren, als sie plötzlich von hinten ein Mann überfiel. Er versuchte, sie ins Gebüsch zu zerren, doch scheiterte an dem treuen Vierbeiner, der sein Frauchen verteidigte. Der Mann flüchtete dorthin, wo er herkam: Ins nahegelegene Asylheim. Schnell wurde der Täter ausgeforscht, denn der Afghane, Mitte Zwanzig, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.

Als wäre es selbstverständlich, gab er die Tat zu und rechtfertigte sich beim nachforschenden Polizisten damit, dass es ja hier im Heim keine Frauen gäbe. Als Höhepunkt seiner Unverschämtheit zeigt er dann Maria K. sogar an. Ihr Hund hätte ihn angeblich gebissen, was Maria jedoch bestreitet. Aus Angst, sie könnte ihr Haustier verlieren, ließ auch sie ihre Anzeige wieder fallen. „Ich kann einfach nicht mehr, ich packe auch keine Befragungen mehr“, klagt die 56-Jährige. Erst zwei Wochen davor wurde sie Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls.

„Geld, Geld, Überfall, schnell“

Maria K. arbeitet an einer Linzer Tankstelle. Obwohl es für sie krankheitsbedingt sehr beschwerlich ist, mochte sie ihren Job. Bis zu jenem Freitag, als sie um 6:40 Uhr mit den Worten „Geld, Geld, Überfall, schnell“ und einer Pistole bedroht wurde.

Schwer unter Schock übergab sie dem 29-jährigen Bosnier, der später ausgeforscht wurde und mittlerweile in Haft ist, rund 700 Euro. Der arbeitslose Notstandshilfebezieher, der auch mit Drogenproblemen zu kämpfen hat, lebt noch bei seiner Mutter und verspielte nach dem Raub­überfall das Geld in einem Wettbüro.

Wiederholungstäter verhöhnt Opfer

Da er bereits vor vier Jahren wegen Raubes verhaftet wurde und danach ein weiteres Mal an einer Tankstelle einen Raub versuchte, fasste er jetzt eine Haftstrafe von drei Jahren aus. Als mildernder Grund galt ein verhöhnender Entschuldigungsbrief an Maria. Für die Staatsanwaltschaft ist das aber zu wenig, sie ging in Berufung. Auch für Maria K. ist dieses Urteil ungerecht.

„Ich gehe mein ganzes Leben lang arbeiten und der wohnt noch zu Hause, bekommt vom Staat 800 Euro im Monat, obwohl er nicht einmal österreichischer Staatsbürger ist, und dann überfällt er auch noch wahllos andere Leute und bekommt jetzt wahrscheinlich auch noch psychologische Betreuung wegen seiner Drogenprobleme. Mir aber hilft niemand“, klagt die Tankstellen-Angestellte an.

Ein Leben in Furcht

Maria K. lebt seit den Geschehnissen in großer Angst, der sie sich tagtäglich in ihrer Arbeit wieder stellen muss. Jederzeit könnte wieder etwas passieren. Schließlich haben ihre Aussagen den 29-Jährigen ins Gefängnis gebracht und sie ahnt, dass „solche Gruppen immer zusammen helfen“. Zudem wurde kurz nach dem Tankstellen-Überfall auch ihre Freundin von drei Asylwerbern in einem nahegelegenen Supermarkt überfallen.

Doch Maria K. braucht ihren Job und ist auf die 1.100 Euro, die sie verdient, angewiesen. Eine andere Stelle zu finden ist mit ihrer hohen Invalidität so gut wie aussichtslos. Die Frühpension wurde ihr abgelehnt, jetzt stellte sie einen Antrag auf Altersteilzeit. „Die paar Stunden lasse ich dann einfach über mich ergehen, genauso wie die erniedrigenden Kommentare mancher Kunden, die vom Vergewaltigungsversuch wissen“, sagt Maria K. sichtlich gebrochen. Sie fragt sich einfach nur noch kopfschüttelnd: „Wo das alles hinführt… irgendwann muss es mal einen Tuscher machen…“

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