Im Sicherheitsausschuss des oberösterreichischen Landtags konnten sich alle vier Parteien auf eine Resolution einigen, die die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung auch im Katastrophenfall sicherstellen soll.

Was viele gern vergessen, wenn großflächig der Strom ausfällt – wie bei einem Blackout – kann es auch schnell mit der Wasserversorgung kritisch werden. Zwar ist seit 1995 in Oberösterreich festgeschrieben, dass bewilligungspflichtige Trinkwasserversorgungsanlagen mit Notstromaggregaten auszurüsten sind oder zumindest mit Anschlussmöglichkeiten für solche ausgestattet sein müssen, die Realität sieht jedoch anders aus. Oder zumindest wusste bei der letzten Landtagssitzung im April der zuständige Wasserrechts-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) keine Antwort auf die Frage, wie viele der 2.540 genehmigten Trinkwasseranlagen diese Auflagen auch wirklich erfüllen und mit einem einsatzbereiten Notstromaggregat ausgerüstet sind.

Notwendige Investition in Blackout-Vorsorge

Daher zeigte sich nach der heutigen Sitzung des Sicherheitsausschusses der freiheitliche Klubobmann Herwig Mahr erfreut, dass es eine fraktionsübergreifende Einigung für eine gemeinsame Resolution an den Bund gab, um die Trinkwasserversorgung krisensicher zu machen. „Wesentlich wird eine ausreichende Budgetierung für die Krisenvorsorge sein, damit etwa genügend Notstromvorrichtungen vorhanden sind“, so Mahr. Er erinnerte zugleich an die bereits im März von den Freiheitlichen initiierte und im Landtag von allen Parteien angenommen Bundesresolution zur Aufnahme der Blackout-Vorsorge in das Kommunalinvestitionsgesetz des Bundes erinnerte.

Vorsorgen statt „Kampf um Ressourcen“

Bei der Diskussion im Sicherheitsausschuss waren sowohl Vertreter des Zivilschutzverbandes als auch des Gemeinde- und Städtebundes sowie des Landesfeuerwehrverbandes geladen. Denn gerade die Versorgung mit ausreichendem und sauberen Trinkwasser ist im Falle einer Katastrophe essentiell. Dies besonders vor dem Hintergrund, dass Experten mit dem sicheren Eintreten eines Blackouts in den nächsten fünf Jahren rechnen. „Spätestens am vierten Tag eines Blackouts können sich drei Millionen Österreicher nicht mehr selbst versorgen. Ab dann beginnt ein Kampf um Ressourcen. Darum ist es umso wichtiger, rechtzeitig vorzusorgen“, so Mahr, der Oberösterreich zu einer Vorzeigeregion in Sachen Blackout machen will.

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