„Warum brauchst du das ganze Zeug, bist du auch einer von diesen Schwarzmalern und Verschwörungstheoretikern?“

Ein Kommentar von Hartwig Eder

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Das Kondom-Prinzip

Solche oder ähnliche Sätze bekommt man schnell einmal zu hören, wenn man ein gut sortiertes Konservenregal, eine umfassende Campingausrüstung und – Gott bewahre – vielleicht sogar eine Waffe zuhause hat.

Die einfachste Antwort auf solche Anwürfe bleibt immer noch: „Ich handle nach dem Kondom-Prinzip. Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben“.

Was bei unseren Großeltern als ganz normal galt, nämlich vorzusorgen und Lebensmittel für den Winter – oder vielleicht einmal einen Monat ohne Einkommen – einzulagern, ist in unserer modernen konsumverwöhnten Welt zum Kuriosum verkommen.

Vielfältige Katastrophenszenarien

Der moderne Mensch verlässt sich im Alltag immer mehr auf elektronische Hilfsmittel, staatliche Versorgung und die immerwährende Verfügbarkeit aller Waren zu jeder Zeit. Dieses System lässt sich aber nur aufrechterhalten, wenn alle Zahnrädchen perfekt funktionieren.

Eine Umweltkatastrophe, ein Terroranschlag auf das Stromnetz oder ein Sonnensturm, der die meisten Mikrochips durchschmoren lässt, würde uns in ein fürchterliches Chaos stürzen.

Woran viele, gerade unsere linken Mitbürger, nicht glauben möchten, tritt dann wieder zu Tage. Wenn der Mensch zwei Tage kein Essen – und auch keine Aussicht darauf hat – werden zivilisatorische Errungenschaften und Gepflogenheiten schnell abgeworfen.

Chaos und Plünderer

Selbst in hoch-technologisierten Gegenden wie Florida kam es nach dem Hurrikan „Michael“ innerhalb weniger Stunden nach der Katastrophe zu großangelegten Plünderungen.

In einer solchen Situation bevorzuge ich es dann in meiner Wohnung
oder bei Nöten auch außerhalb der Stadt in meinem Zelt im Wald zu sitzen, mir auf meinem Camping-Kocher eine Dose Bohnen mit Speck zu wärmen und mir die Worte durch den Kopf gehen zu lassen: Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben…