Die Autorin Birgit Kelle gab dem SWR-Moderator und Journalist Burkhard Müller-Ullrich anlässlich ihres neuen Buches „Noch Normal? Das lässt sich Gendern!“ ein Interview. Darin äußerte sich Kelle kritisch zu „Trans-Babies und Pubertätsblockern“. Es sollte die 61. Folge des Podcast-Formats „Indubio“ sein. Auf Spotify wurde das Interview vergangene Woche jedoch gelöscht. Es verstoße gegen die Richtlinien.

Auf Antworten auf die Frage nach dem Rechtsgrund für die Löschung ließ Spotify bisher warten. Die Musik-Plattform erklärte lediglich: „Wir haben festgestellt, dass die folgende Podcast-Episode gegen unsere Inhaltsrichtlinien verstößt und haben sie entfernt.“ Die Tagespost wurde bei ihrer Nachfrage auf den Provider – der für das technische und nicht die Inhalte zuständig ist – verwiesen, berichtet das Medium. Während zuerst nur die Folge mit Frau Kelle entfernt wurde, sind mittlerweile sämtliche „Indubio“-Podcastbeiträge der Löschung anheimgefallen.

Sie denkt das Gendern zu Ende

In ihrem neuen Buch „Noch Normal? Das lässt sich Gendern!“ denkt Birgit Kelle die Folgen des Genderns zu Ende. Sie warnt vor der Entwicklung, in der sich jeder sein Geschlecht frei aussuchen kann. Die Gesellschaft müsse wissen, was angesichts der Genderbestrebungen auf sie zukomme, so die Motivation der Autorin. Anhand anschaulicher Beispiele diskutiert Kelle die Probleme, die sich aus der neuen Umwertung der Geschlechter ergeben.

Probleme in Spitzensport und Gefängnissen

So sieht sie nicht nur das Funktionieren des Spitzensports wie wir ihn kennen durch die in der Praxis zunehmend freie Teilnahme aller Geschlechter mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen gefährdet. Bereits beim Besuch öffentlicher Umkleiden würden zunehmend Probleme durch das vermeintliche Anrecht Transsexueller, sich frei für ein Geschlecht entscheiden zu können, entstehen.
In den USA entsteht darüber hinaus zunehmend das Problem, dass sich männliche Schwerverbrecher, die oftmals bereits aufgrund von Vergewaltigung im Gefängnis sind, als Frauen definiert, in Frauengefängnisse verlegen lassen. Dadurch sind die weiblichen Häftlinge einer zuvor nicht dagewesenen Bedrohung ausgesetzt.

Immer mehr Zensur auf großen Plattformen

Spotify stellt mit der Löschung keine Ausnahme dar. Zunehmend sind kritische, politische Inhalte von Löschungen auf großen Plattformen wie Youtube und Facebook betroffen. Initiativen wie das NetzDG oder das neue Gesetzespaket gegen „Hass im Netz“ befördern diese Entwicklung. Wikipedia warnte bereits vor dem Ende der Debattenkultur.