kickl meinungsfreiheit zensur klenk
Radikal linke Journalisten wie Fabian Schmid vom "Standard" sind stinksauer, mögen die neue Regierung nicht. Unverhohlen üben sie seit Regierungsantritt medial massiven Druck auf Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) aus. Florian Klenk, Chefredakteur des Wiener Blättchens "Falter", das seine Wurzel in der linksextremen Hausbesetzer-Szene hat, hat den Mantel journalistischer Objektivität inzwischen vollends abgelegt.

In einer internen E-Mail des Innenministeriums, die unter anderem dem „Kurier“ zugespielt wurde, heißt es, dass die Kommunikation mit gewissen Medien wie dem „Falter“, „Der Standard“ und „Kurier“ auf das „rechtlich vorgesehene Maß“ beschränkt werden solle und von Extra-„Zuckerln“ wie Exklusivbegleitungen abzusehen sei.

Ein Gastkommentar vom Chefredakteur der „Jugendpresse Österreich“ Roman Möseneder

Werbung

Die Pressefreiheit ist nicht in Gefahr

Aufgrund dessen wittern die sogenannten Qualitätsmedien das Ende der Pressefreiheit und einen riesigen Angriff auf die Demokratie. Doch ich kann Florian Klenk, Helmut Brandstätter & Co. beruhigen, denn die Pressefreiheit ist definitiv nicht in Gefahr.

Im Brief des Innenministeriums wird von nötigsten Informationen im rechtlich vorgesehenem Maß gesprochen. Und genau um dieses „rechtlich vorgesehen“ geht es. Denn jegliche Exklusivberichte und Informationen über die rechtlich notwendigen Auskünfte hinweg sind „Zuckerl“.

Es geht um die Zuckerl

Offensichtlich geht es für die angesprochenen Medien genau um diese „Zuckerl“, die es nun nicht mehr geben wird.

migration multikulti magazin

Nachdem man von Begriffen wie „Informationssperre“, „Medienkontrolle“ und „Propagandafilme für die Polizei“ gelesen hat, liegt es nicht fern anzunehmen, dass „Standard“ & Co. ein persönliches Recht auf Exklusivberichte bei sich sehen, da sie aus ihrer Sicht doch die Seriösen sind.

Die Demokratie steht noch

Diese Vermutung bestätigte sich für mich in einem Kommentar von Michael Möseneder im „Standard“, als er schrieb, dass das Verhältnis zwischen „seriösen Medien und der FPÖ“ ein gespanntes sei. Auch glaubt er zu wissen, dass die FPÖ in kritischen Journalisten primär Feinde sehe. Wie er zu dieser Einschätzung kommt, wird nicht weiter erläutert.

Auch wenn die Jugendorganisation der SPÖ in Kickl eine Gefahr für die Demokratie sieht und die Liste Pilz den „Beginn der Kontrolle und der Gleichschaltung der Medien“ ortet, kann versichert werden, dass die Demokratie noch steht. Und genau das wird sie nach weiteren unzähligen Rücktrittsforderungen der SPÖ auch noch tun.

Der Autor

Roman Möseneder ist Chefredakteur der „Jugendpresse Österreich“ und verfasste unter anderem journalistische Beiträge für „Die Zeit“, „Vice“, „Sportreport.biz“, „watson“ & „ze.tt“.