Mitte Oktober sorgte das Video einer Polizistin im Internet für Aufsehen. Die Beamtin stellte sich gegen den Corona-Verordnungswahnsinn. Zudem gab sie Interviews und sprach auch bei einer Corona-Demo in Wien. Das hatte für die Beamtin einschneidende Konsequenzen.

Eine Disziplinaranzeige und die Suspendierung vom Dienst waren die Folge,  nachdem sich die oberösterreichische Polizistin Birgit P. mit ihren Sorgen an die Öffentlichkeit gewandt hatte. In einem Video hatte sie kritisiert, dass die Polizei schon im März 2020 Verordnungen kontrollieren sollte, die dann im Nachhinein als verfassungswidrig aufgehoben wurden. Daher appellierte sie auch an ihre Kollegen, sich daran zu erinnern, dass sie einen Eid auf die Verfassung geleistet haben.

Rechtsextremismus-Keule

Zudem hält sie – selbst  Mutter von vier Kindern – nicht nur die Maskenpflicht bei Kindern für gesundheitlich und psychisch bedenklich, sondern empfand auch die strengen Social-Distancing-Maßnahmen als untragbar. Ihre Meinung tat sie auch in Interviews und als Rednerin auf einer Demonstration in Wien gegen die Corona-Maßnahmen kund. Für ihren Widerspruch und ihre offenen Worte gab es dann prompt Konsequenzen. In den Medien wurde sie in ein rechtsextremes Eck gestellt. So bezeichnete sie der „Kurier“ als „neues Aushängeschild der Gegner der Corona-Maßnahmen“.

Gemeinsam mit Verschwörungstheoretikern, Impfgegnern, Corona-Verharmlosern und auch organisierten Rechtsextremen sei sie durch Wien marschiert. Auch wurde ihr vorgeworfen, dass sie dem „Wochenblick“ ein exklusives Interview gegeben hat, oder wie der „Kurier“ es formulierte: „Interviews für einschlägige, teils rechtsextreme Medien.“ Im Raum stand zudem auch noch, ob es strafrechtliche Anzeigen, etwa wegen Verhetzung, geben wird.