Der Chefredakteur der Online-Plattform krone.at, Richard Schmitt, forderte in einem Kommentar den amtierenden Leiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) Peter Gridling auf, an einen Rücktritt zu denken.

Der Ursprung des Vorschlags von Schmitt liegt in dem Skandal des österreichischen Staatsbürgers mit türkischen Wurzeln zugrunde. Dieser konnte als Sympathisant und Krieger für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anscheinend mehrmals nach Österreich ein- und ausreisen.

Islamist konnte mit Wissen von BVT agieren

Das BVT hätte seine Erstausreise in das Kriegsgebiet bereits im Jahr 2013 zugelassen. Anscheinend konnte der Islamist Azad G. mit Wissen des BVT im nächstfolgenden Jahr nach Österreich zurückkommen, um ein Jahr später sich neuerdings dem IS anzuschließen. Ein zwischenzeitliches Verfahren wurde dabei eingestellt. Seit seinem letzten Reiseantritt dürfte er sich ununterbrochen bei der Terrormiliz befunden haben. Erst kürzlich wurde der Islamist von kurdischen Soldaten in Syrien gefangen genommen.

Früherer Skandal flog letzten Herbst auf

In einem Video in den sozialen Medien beklagte sich der IS-Kämpfer über die „unmenschliche Behandlung“ in der Terrororganisation. Richard Schmitt verweist in seinem Kommentar auch auf einen früheren Skandal, der vergangenes Jahr im Herbst aufflog. 2015 soll ein als besonders brutal geltender syrischer General eingereist sein. Mitarbeiter des BVT hätten diesen nicht nur aus Paris nach Österreich geholt, sondern ihm auch noch ein Quartier beschafft.

Angeblich sei dies auf Wunsch eines befreundeten Geheimdienstes passiert. Der Asylantrag wurde außerdem äußerst rasch positiv beurteilt. Der ehemalige General sei aber mittlerweile in Russland untergetaucht. Diese Geschehnisse sollen sich angeblich ebenfalls mit dem Wissen des BVT zugetragen haben.