DITIB-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld

Eine Islamisierung findet nicht statt. Dieser Satz wird regelmäßig und mantra-ähnlich von der etablierten Politik wiederholt. Aber die Realität sieht anders aus. Ein aktuelles Beispiel? Der künftige Muezzin-Ruf in Köln! Der Testlauf der nordrhein-westfälischen Großstadt ist zudem nicht unter Druck der hiesigen Islamverbände zustande gekommen, sondern Oberbürgermeisterin Reker möchte damit freiwillig ein „Zeichen des Respekts“ abgeben. Das politische System räumt ohne Not die jahrhundertealte christliche Dominanz.

  • Der Muezzin-Ruf in Köln: künftig immer freitags und „nur“ für fünf Minuten
  • „Zeichen des Respekts? Die Stadt Köln möchte wieder einmal ihre tolerante Haltung zeigen
  • Ist „Es gibt keinen Gott außer Allah“ wirklich tolerant?
  • Unsinnig: Muezzin-Ruf wird mit Glockengeläut gleichgesetzt
  • Erste muslimische Gemeinde, die Ruf beantragt hat, wird aus der Türkei gesteuert

Von Achim Baumann

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Wer von Köln spricht, denkt in der Regel auch an den Kölner Dom. Die römisch-katholische Kirche ist die weithin sichtbare Kathedrale des Erzbistums Köln sowie die Metropolitan­kirche der Kirchenprovinz Köln. Ein Zeugnis der christlichen Vergangenheit und auch Gegenwart der autochthonen Einwohner in und um Köln herum. Das Glockengeläut ist jahrhundertealte Tradition. Nun aber wird künftig auch der Muezzin zum Gebet rufen – wie in zahlreichen muslimischen Ländern weltweit üblich, wo aber Glockengeläut eben nicht stattfinden darf. Denn seit vergangenem Oktober können muslimische Gemeinden in Köln – immerhin viertgrößte Stadt Deutschlands mit rund 1,1 Millionen Einwohnern – im Rahmen eines vorerst zweijährigen Modellprojekts den öffentlichen Muezzin-Ruf bei der Stadt beantragen. Der muslimische Gebetsruf soll künftig an Freitagen erklingen, maximal für fünf lange Minuten. Die Nachbarschaft soll vorher sensibilisiert werden und der Lautsprecher nicht zu laut eingestellt sein. Alles nicht so schlimm, könnte der Unbedarfte denken, man ist ja im Rheinland gerne tolerant…

35 Moscheevereine in Köln, DITIB-Gemeinde prescht vor

Es gibt allerdings 35 Moscheevereine in Köln. Vorgeprescht ist umgehend die DITIB-Moscheegemeinde aus Köln-Ehrenfeld. Für die größte sunnitisch-islamische Organisation in Deutschland, die DITIB, die aus der Türkei gesteuert wird, dürften die Sektkorken geknallt haben. Ihre Moschee in Köln verfügt über Platz für 1200 Muslime, ist damit die größte Moschee in Deutschland. Ihr Gebäude verfügt über zwei weithin sichtbare Minarette. Und nun darf ein Muezzin auch zum Gebet rufen.

Beifall vom künftigen CDU-Vorsitzenden?

Während die Mainstreampresse und die Altparteien einhellig dieses „Zeichen des Respekts“ begrüßten, ging Helge Braun noch weiter. Der geschäftsführende Kanzleramtschef, der Parteivorsitzender der CDU werden möchte, gegen Friedrich Merz und Norbert Röttgen kandidiert und die CDU neu positionieren möchte, sprach in einem Interview mit der BILD-Zeitung Klartext: „Der Muezzin-Ruf gehört zur freien Religionsausübung, und deshalb ist das etwas, was es selbstverständlich auch in Deutschland gibt.“ So zeigt er anschaulich, dass mit ihm als potentiellem Parteivorsitzenden die CDU sicherlich nicht neu ausgerichtet wird und das „C“ im Parteinamen wirklich der Vergangenheit angehört.

Zeichen der Macht und Dominanz

Was die parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker indes nicht sieht, ist die Tatsache, dass es sich beim Muezzin-Ruf nicht einfach um eine Ausübung einer religiösen Tätigkeit handelt. Der Muezzin-Ruf ist eindeutig ein Zeichen der Macht und Dominanz und es geht um die Vereinnahmung des öffentlichen Raumes. Joachim Paul, Mitglied im Bundesvorstand der AfD, kritisiert die 64-Jährige daher zurecht: „Dass „Oberbürgermeisterin Reker den Ruf des Muezzins ausgerechnet als ein Zeichen gegenseitiger Akzeptanz würdigt, zeugt von grober Naivität und Leichtgläubigkeit der Stadtspitze. Tatsächlich enthält der muslimische Gebetsruf die Verneinung `Es gibt keinen Gott außer Allah´ und damit zugleich einen absoluten Wahrheitsanspruch, der im öffentlichen Raum fehl am Platze ist.“ Aber ob die Kritik zur Einsicht bei der Verwaltungschefin der deutschen Toleranz-Hauptstadt führen wird? Wohl eher nicht…

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