Balkan statt Bangkok: Serbien für Entdecker

Reiseblick

Balkan statt Bangkok: Serbien für Entdecker

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Ein Gastbeitrag von Wilmont Franta

Obwohl Belgrad – von Linz und Wien aus gesehen – nur ein paar hundert Kilometer weiter donauabwärts liegt, ist es den meisten Österreichern, wenn sie nicht gerade über serbische Wurzeln verfügen, wohl weniger vertraut als Bangkok.

Anders verhält es sich bei unserem Gastautor, Ing. Wilmont Franta aus Wien, der als Kenner Serbiens gilt und den mit vielen Serben u. a. dem ehemaligen Jugoslawischen Botschafter Dr. Ljubomir Jovanovic eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet.

Wo die Donau mehr See als Fluss ist, umgibt sie eine zauberhafte Landschaft

1999 durfte ich bereits unter dem Titel „Menetekel über Europa“ („Menetekel – Pogrom Apokalipsa – nad Evropom“) einen Artikel in einer serbischen Zeitung veröffentlichen und wurde daraufhin prompt hierzu auch eine Stunde ins Regionalfernsehen in der Kreishauptstadt Negotin zum Interview geladen, um die schon damals nicht sehr rosige Zukunft EU-Europas zu analysieren.

Nicht nur in und um Negotin habe ich gute Freunde, sondern auch dort, worauf sich mein „Reiseblick“ bezieht: Nämlich auf Golubac-Vinci, an einen der schönsten Plätze in Serbien, direkt an der Donau, deren gegenüberliegendes Ufer bereits zu Rumänien gehört.

Ähnliche Temperaturen wie bei uns

Die Schönheit der Gegend um Golubac, besonders auch der Bereich des Eisernen Tores, die renovierte Burg mit dem tollen Restaurant und Freilichtmuseum, und natürlich der Stadtteil Vinci beeindruckte meine Freunde, haben sie doch solches gerade in Serbien nicht für möglich gehalten.

Und so kehrten wir auch nahe genannter Burg im Lokal „Kafana Stil“, einem einheimischen Lokal nahe Golubac ein und gönnten uns einen phantastischen Grillteller mit allem drum und dran – ein echter Geheimtipp!

Die Temperaturverhältnisse sind unseren an der Donau sehr ähnlich. Auch im Winter. Wir hatten es daher – wie in Wien – bei unserer Reise Anfang August sehr heiß, wobei es in Golubac-Vinci, sehr angenehm und erträglich war, da stets ein angenehmer Wind ging, der der Donau wegen dort fast immer weht.

Westprodukte sind teuer

Täglich am Vormittag gibt es in Golubac-Vinci auch einen kleinen Bauernmarkt. Größere Einkäufe absolviert man direkt im urbanen Golubac, wobei Westprodukte im Supermarkt fast so viel kosten, wie bei uns.

Dies macht für viele Einwohner das Leben etwas schwerer, wobei so gut wie alle entweder selbst anbauen oder am Markt günstig einkaufen. Brot wird oft selbst gebacken. Eine ökonomische Landwirtschaft, wie auch eine einträgliche Tierhaltung, ist kaum ausgeprägt, was jedoch auch mit politischen Verwerfungen und fehlender Infrastruktur zusammenhängt, zumal auch die EU versucht, das Land unter ihre Knute zu bringen.

Das Leben kann vor Ort für unsere Einkommensverhältnisse nach wie vor recht preiswert gestaltet werden, sofern man eben nicht auf West-Waren zurückgreift. Gute Weine, aber auch gute Biere runden das Angebot preiswert ab. Für einen Euro gab es 113 Dinar und der bereits genannte Grillteller kostete 500 Dinar – also umgerechnet Euro 4,30.

Mit Deutsch kommt man weiter

Ein Visum ist für Österreicher nicht notwendig, wenngleich man als Tourist maximal drei Monate am Stück verbleiben darf, und bei längerem Aufenthalt gesondert angesucht werden muss. Von Frühling bis Herbst ist die beste Reisezeit, wobei jedoch in der Ferienzeit an der Ungarisch-Serbischen Grenze in Subotica tagsüber mit längeren Einreise- wie Ausreise-Zeiten gerechnet werden muss.

In dieser Zeit empfiehlt es sich die Grenzen nächtens zu passieren.
Viele Serben sind der deutschen Sprache mächtig, haben doch viele von ihnen schon bei uns gearbeitet oder arbeiten noch immer im deutschsprachigen Raum. Meist sieht man auch Autos mit Wiener Kennzeichen.

Begeisterte Wiener Reisegruppe

Speziell auch im anliegenden Stadtteil Vinci mit einem herrlichen Strand-Café und der Möglichkeit auch hier in der überbreiten Donau (bis zu 6 km Breite) zu schwimmen, mit dem Boot zu fahren oder auch gegen eine geringe Gebühr zu fischen. Ein beeindruckender Groß-Kirtag im nahen Ort Veliko Gradiste rundete unsere 3-Tages-Reise ab.

Auch Ausflüge ins gegenüberliegende Rumänien sind jederzeit möglich. Unsere Gesundheits-E-Card wird nach Formularausfüllung und Stempelung im Anlassfall problemlos akzeptiert.
Unsere ganze Wiener Reisegruppe, hat auch die Absicht, ein Haus an der Donau als Ferien- und Urlaubs-Paradies zu nützen, und mancher denkt sogar laut darüber nach, in Serbien mögliche Krisenszenarien zu überdauern, wie dies viele Deutsche und Österreicher ja bereits mit Wohnsitzen in Ungarn zu tun gedenken…

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