Deshalb ist der August ein besonderer Monat

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Deshalb ist der August ein besonderer Monat

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Erste Anzeichen der nächsten Jahreszeit sind schon wahrzunehmen – es „herbstelt“ eben dann und wann. Am 23. August war offiziell das Ende der heißen „Hundstage“ gekommen.

Ein Bericht von Walter Höferl

Und der Morgentau stellt sich programmgemäß ein, wird in bäuerlichen Wetterregeln besonders begrüßt, ja gefordert. Da liest man: „Wenn‘s im August stark tauen tut, bleibt das Wetter meistens gut.“ Und noch deutlicher: „Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot.“

Vogelkunde

Auch die Vögel spielen in den Wetterregeln für August eine seit jeher bekannte Rolle, denn: „Wenn im August der Wind aus Nord, ziehen die Schwalben noch lange nicht fort.“ Die Folge: „Bleiben die Schwalben lange, sei vor dem Winter nicht bange.“ Doch da könnte ein anderer sattsam bekannter Vogel etwas dagegen haben, heißt es doch: „Wenn der Kuckuck im August noch schreit, wird der Winter teure Zeit.“

Der August nimmt im Jahreslauf eine besondere Stellung ein. Zum einen ist er neben dem Juli der einzige Monat, der nach einer Person, sprich einem Politiker, benannt ist: der Juli nach C. Julius Caesar, der August nach dem ersten Kaiser Octavian, dem der Ehrentitel „Augustus“ verliehen wurde. Die Zeit zwischen Jänner und Juni wird von Monaten bestimmt, die nach römischen Göttinnen oder Göttern benannt sind.

Der sechste Monat im Jahr

Gemäß unserem heute gültigen Gregorianischen Kalender ist der August der achte Monat des Jahres. Octavian/Augustus hatte aber 8. v. Chr. im Monat „Sextilis“ sein erstes Konsulat angetreten und wurde in Erinnerung daran zum Namensgeber.

Doch was auf den ersten Blick verwirrend erscheint, ist leicht zu klären: Im alten römischen Kalender war der spätere August nämlich der sechste Monat im Jahr, hieß daher Sextilis (von lat. sextus = der sechste). Das Jahr nahm nämlich erst im März seinen Anfang, 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn auf den 1. Jänner vorverlegt, womit der August nun zur Nummer 8 in der Reihenfolge wurde. Die restlichen Monate September, Oktober, November und Dezember behielten aber ihre lateinischen Ordnungszahlen als Namen (der siebte, achte, neunte, zehnte).

Caesars Reform

Bleibt noch die Frage zu klären, warum mit Juli und August zwei Monate mit jeweils 31 Tagen zusammenstoßen: Der ursprüngliche „Sextilis“ hatte ja nur 29 Tage, wurde aber nach Caesars Reform auf 31 aufgestockt. Dieser Schritt hatte wiederum zur Folge, dass die Reihenfolge der Tageslängen von September, Oktober, November und Dezember (31 und 30) umgedreht wurde. Andernfalls wären ja gleich drei Monate mit je 31 Tagen aufeinander gefolgt.

Commodus statt August?

Schlussendlich müssen wir noch mit einer sich hartnäckig haltenden Mär aufräumen: Die Behauptung, der „Sextilis“ habe in Caesars Reformkalender nur 30 Tage gehabt und sei erst nach der Umbenennung auf 31 verlängert worden, ist falsch. Der erste und neue Kaiser Augustus hatte keinen Grund, mit Caesar auf diese Art gleichzuziehen. Einen „Anschlag“ überstand der August souverän, nämlich die Umbenennung in „Commodus“ zu Ehren des selbstherrlichen Kaisers gleichen Namens. Nach dessen Ermordung durch seine Höflinge (192) verschwand der neue Monatsname wieder – und wir genießen nach wie vor den „August“…

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