Neue Kräfte tankt Peter Strauss bei der Jagd

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Ehemaliger Banker sorgt sich um die Sicherheit

Neue Kräfte tankt Peter Strauss bei der Jagd

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Sicherheit war für den Linzer Peter Strauss (69) schon ein wichtiges Thema als diese noch nicht so eine enorme Bedeutung hatte wie heute. Sein Wissen wie auch die in den letzten Jahren in der Praxis gesammelten Erfahrungen gibt der Fachmann nun an künftige Sicherheitsmanager weiter.

Ein Beitrag von Kurt Guggenbichler

Ob die heutige gesellschaftliche Entwicklung in unserem Land mit allen ihren negativen Begleiterscheinungen einmal gestoppt werden kann? Nicht einmal Sicherheitsexperte Strauss wagt eine Prognose. „Ich weiß es nicht, wir werden wohl damit leben müssen“, sagt er, als wir uns nach einem längeren intensiven Gespräch von einander verabschieden.

Vom Lehrling…

Als Ort für unser Treffen hatte er das Café Jindrak am Linzer Südbahnhof vorgeschlagen, das in Sichtweite der Raiffeisen-Landesbank liegt, wo Strauss fast sein ganzes Berufsleben verbrachte: Zuletzt als Vorstandsdirektor und Verantwortlicher für die Konzernsicherheit. „Ich habe das Glück gehabt, einen Arbeitgeber zu bekommen, der in mich investierte und der mir auch viele Chancen geboten hat. Damit meint er nicht nur das Bankunternehmen, sondern auch seinen langjährigen Chef Ludwig Scharinger. Mit ihm habe er 35 Jahre zusammen gearbeitet und die goldenen Bankzeiten erlebt, schwärmt Strauss noch eineinhalb Jahre nach seiner Pensionierung.

Würde er in seinem neuen Leben etwas anders machen wollen? Peter muss darüber nicht nachdenken. „Ich glaube nicht“, sagt er, obwohl er nach seinem Studium der Betriebswirtschaft eine andere Karriere vor Augen gehabt hatte. „Ich wollte Personalchef in einem schicken Sportartikelunternehmen werden.“ Gekommen ist es dann anders. Da er bei der Raika für alle Bankfilialen zuständig war, wurde er zwangsläufig auch für deren Sicherheit verantwortlich. So ist Strauss, ein Fähnrich der Reserve und Träger eines schwarzen Taekwondo-Gürtels, eher zufällig zum Sicherheitsgeschäft gekommen, das ihn bis heute nicht mehr losgelassen hat.

…zum Lehrmeister

Im April vorigen Jahres wurde er in den Aufsichtsrat der „Securitas“ berufen, die zu den weltweit größten Sicherheitsanbietern gehöre – wie er erläutert. Zudem unterrichte er an der Donauuniversität Krems künftige Sicherheitsmanager in Notfall-Sicherheit. Für die Stadt Linz arbeite er außerdem als Referendar der im Vorjahr gestarteten Sicherheitskurse für Bürger (der „Wochenblick“ berichtete). Seine langjährige Aufgabe als Präsident der oö. Landesgruppe des Kuratoriums Sicheres Österreich hat Strauss nach seinem Ausscheiden aus der Raika abgegeben.

Mit seinen derzeitigen Betätigungsfeldern sei er ohnehin mehr als ausgelastet, sagt der noch junge Pensionist im Unruhestand, zumal er als passionierter Jäger auch noch gern auf die Pirsch gehe. „Ich jage schon seit etwa 15 Jahren und es ist noch immer lustig und mir auch lieber als Golfspielen.“
Beim Durchstreifen der Wälder scheint Strauss dann auch zu jener inneren Ruhe und Kraft zu finden, die einem Menschen in seinem derzeitigen gesellschaftlichem Umfeld in den Städten schnell geraubt werden kann – wie vieles andere auch.

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