Prachtvoller Renaissancebau als Kulisse für „Weinberger Advent“

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Schloss Weinberg bei Kefermarkt

Prachtvoller Renaissancebau als Kulisse für „Weinberger Advent“

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Jahrzehntelang war Schloss Weinberg dem Verfall preisgegeben. Nach der Anmietung durch das Land Oberösterreich und einer vorbildlichen Renovierung in den Achtziger Jahren erstrahlt das prächtige Renaissance-Schloss heute wieder in altem Glanz!

Ein Gastbeitrag von Dr. Siegfried Pichl

Seit 1989 dient es als Landesbildungs- und Musikzentrum. Außerdem findet alljährlich um den 8. Dezember der beliebte Weinberger Advent hier statt.

Die erste urkundliche Erwähnung einer mittelalterlichen Burganlage datiert ins Jahr 1274, während des 14. Jahrhunderts wurden die Wehranlagen ständig erweitert.

Wehrhafter Charakter

Der Burggraben und die Zwingermauer zeugen heute noch von dem wehrhaften Charakter, den Weinberg damals geboten hat. Das heutige Erscheinungsbild datiert allerdings größtenteils in die Zeit um 1600.

Unter Hans Wilhelm von Zelking (1561-1627) wurde die trutzige Burg zu einem Repräsentationsbau mit Prunkräumen, mächtigem Schlossturm und Renaissance-Garten umgestaltet. Auch der sehenswerte alte Ziehbrunnen im Innenhof stammt aus dieser Zeit. 1629 ging die Herrschaft auf die Adelsfamilie der Thürheimer über, die unter anderem die barocke Schlosskapelle und die Schlossapotheke errichteten.

Stimmungsvolles Ambiente

Der Adventmarkt auf Weinberg bietet nicht nur ein stimmungsvolles Ambiente, sondern gibt den Besuchern auch die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Schlosses zu bewundern.

Der große, von einem Stichkappen-Tonnengewölbe überspannte Rittersaal wird heute für Konzerte genutzt. Im Ahnensaal ist neben der reichen Stuckdecke und den eindrucksvollen Wappenbildern auch ein prächtiger Renaissance-Kachel- ofen zu bewundern.

Prunkvoller Rittersaal

Die vielleicht schönste Stuckarbeit findet sich im so genannten Kaisersaal, einem annähernd viereckigen Raum im Nordwesten des dritten Stockwerks. Nicht vergessen werden sollte auf die schon erwähnte frühbarocke Schlosskapelle, deren Altarbild dem österreichischen Barockmaler Bartolomeo Altomonte zugeschrieben wird.

In jedem Fall sollte ein Besuch in Schloss Weinberg mit der Besichtigung der nur wenige Gehminuten entfernten Pfarrkirche zu Kefermarkt verbunden werden.

Stifter rettete Altar

Deren Erbauung geht zurück auf den Schlossherrn Hans Christoph Zelking (gest. 1491). Er ließ auch den berühmten spätgotischen Altar errichten, der heute ein Kunstwerk von Weltrang darstellt – der Künstler ist unbekannt geblieben.

Adalbert Stifter in seiner Eigenschaft als Landesdenkmalpfleger ist es zu verdanken, dass der bereits stark wurmstichige Altar im 19. Jahrhundert gründlich restauriert wurde und somit der Nachwelt erhalten blieb.

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