Schneller Lotse zu den Promi-Toten

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Schneller Lotse zu den Promi-Toten

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Bad Ischl hat einen neuen Friedhofsführer, den es erstmals nicht nur in einer Print-, sondern auch in einer digitalen Version gibt. Damit können die häufig besuchten Prominentengräber in der alten kaiserlichen Sommerfrische künftig schneller und problemloser gefunden werden.

Auch wenn die Schriftstellerin Hilde Spiel den Bad Ischler Friedhof noch kurz vor ihrem Tod als „den schönsten der Welt“ bezeichnet hatte, so gibt es doch ohne Zweifel noch idyllischere Gottesäcker im Salzkammergut, aber keinen, auf dem so viel Prominenz begraben liegt wie auf jenem in der alten kaiserlichen Sommerresidenz. Sie selbst ruht dort seit 1990 in einer Gruft, in der früher die Gräfin Michelina Badeni bestattet war und bis jetzt musste man schon eine Weile suchen, um ihre letzte Ruhestätte zu entdecken, weil sie nicht als Hilde Spiel auf dem rötlich marmorierten Grabstein verewigt steht, sondern mit dem Namen ihres zweiten Mannes: Hilde Maria Flesch-Bruningen.

Auch der berühmte Komponist Franz Lehár liegt in Bad Ischl

Die Autorin hatte den bereits 1981 verstorbenen Schriftsteller Hans Flesch von Bruningen 1970 geheiratet, doch dieser Ehe waren nur 11 gemeinsame Jahre beschieden. Ihr bereits 1981 verstorbener Hans liegt ebenfalls in dieser Gruft in geweihter Ischler Friedhofserde, wo auch andere bedeutende Persönlichkeiten begraben sind wie Johannes Eberl, der Obmann des Ischler Heimatvereins erläutert. Aus diesem Grund wird der Friedhof auch laufend von Fremden besucht. Suchend streifen diese durch das Gräberareal bis sie schließlich vor jener Ruhestätte landen, nach der sie Ausschau gehalten haben: Häufig ist die Gruft von Franz Lehar ihr Ziel, oft auch das Grab von Leo Perutz oder von Oscar Straus.

Über weniger berühmte Promis weiß der Gräberführer bescheid

Dass auch der weniger berühmte Operettenkomponist Rudi Gfall („Der feurige Elias“), der unvergessene Kartograph Gustav Freytag, der Landschaftsmaler Franz Xaver Weidinger und auch der Kriminalschriftsteller Leo Frank auf dem Ischler Friedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben, ist schon weniger geläufig.
Wer diese Toten besuchen und ein bisschen etwas über sie erfahren möchte, hat es mit dem soeben erschienen „Bad Ischler Friedhofsführer“ jetzt ganz leicht, versichert Eberl, zumal es nicht nur eine Printversion, sondern auch eine digitale Variante gibt.

Mit dem Samartphone zielgenau zum richtigen Grab

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Zur Erinnerung“ wurden für ausgewählte Gräber QR-Codes erstellt, die zusätzlich die Möglichkeit bieten, sich direkt am Grab per Internet über die bestattete Persönlichkeit zu informieren. „Die Porträts im Netz sind meist ausführlicher als im Buch und zusätzlich mit Fotos und Lageplan versehen“, sagt Eberl.

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