Seine Aquarelle können sich sehen lassen

Werbung

Werbung

UNBEKANNTER LINZER MALER HARALD PICHLER

Seine Aquarelle können sich sehen lassen

[responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Vorlesen"]

Werbung

Oberösterreich ist ein Land der Talente, in dem besonders viele kreative Menschen leben und künstlerisch arbeiten. Zu den kaum bekannten Malern in diesem Land gehört auch der Linzer Harald Pichler (67), der schon seit seinen Kindheitstagen zeichnet und noch immer von einer breiten Anerkennung seines Schaffens träumt.

Ein Beitrag von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

„Ich male eben für mein Leben gern“, betont Pichler, „hätte aber nicht davon leben können.“ Deshalb hat er die Bau-HTL besucht und ist Architekt geworden. Schließlich war auch schon sein Ur-Ur-Großvater Hofarchitekt und als solcher habe dieser auch die Kaiservilla in Bad Ischl geplant.

Ein verhinderter Maler

Dessen Ur-Ur-Enkel Harald Pichler hätte gern die Kunstschule besucht, doch das hat sich aus einem privaten Grund leider nicht ergeben. Das Zeug zum erfolgreichen Besuch der Kunstschule hätte er sicher gehabt, was auch durch seine Bilder bestätigt wird.
So ist das Zeichnen und Malen eben nur ein Hobby geblieben, sagt Pichler, der aber gern jene Karriere gemacht hätte, die seinem Großonkel vorbehalten war, dem angesehenen Maler Albert Ritzberger.

Nach ihm ist nicht nur eine Straße in Linz benannt, sondern auch in Aschach/Donau, woher sowohl Pichler als auch Ritzberger kommen. Ein anderer Großonkel von Pichler, der Martin Pichler, hat aus seiner kleinen Töpferei ein Ziegelwerk geformt.

Lackbilder

Zu Beginn seines künstlerischen Schaffens hat Harald fast nur gezeichnet und dabei sind ihm Grafiken von „eigenwilliger Ausdruckskraft“ gelungen wie Kritiker bescheinigen.
Später begann Pichler auch Aquarelle zu malen und mit Linol- und Scherenschnitten zu experimentieren. Auch so genannte Lackbilder malte er.

Besonders beliebt sind jedoch Pichlers Aquarelle, die auch den meisten Leuten gefallen, „für die sie aber nichts bezahlen wollen“ wie er bedauert. Doch er könne nicht alles herschenken wie der berühmte Linzer Maler Fritz Aigner, von dem ein Abbild in Pichlers Wohnung hängt. Seine Wohnung sei auch sein Atelier, betont Harald und wenn ihn die Kreativität überfällt, dann wird der Küchentisch schnell zur Staffelei.

Knausriger Alt-Bürgermeister

Seine Dachböden und Keller sind bereits gut gefüllt mit seinem Oevre, das er auch schon bei diversen Ausstellungen zeigte. Doch die Ausstellungen waren aber stets Verlustgeschäfte für Pichler, zumal Bilderrahmen und Kataloge viel Geld verschlingen.

Der frühere Linzer Bürgermeister Franz Dobusch hätte dem Linzer Maler einmal fast schon ein Bild um 800 Euro abgekauft, jenes mit dem Titel „Im Zirkus“, mit dem der Stadtchef gern sein Büro schmücken wollte. Allerdings wurde daraus nichts, weil Dobusch von einem Einflüsterer eingeredet worden sei, so Pichler, kein so teures Bild von einem unbekannten Maler zu kaufen. Aber solche Rückschläge können ihn schon längst nicht mehr aus der Fassung bringen. Weiter gemalt wird trotzdem.

Seine Aquarelle können sich sehen lassen TEILEN
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on telegram
Telegram
Share on reddit
Reddit
Share on email
Email
Ähnliche Artikel
Schlagwörter
NEWSLETTER

Bleiben Sie immer aktuell mit dem kostenlosen Wochenblick-Newsletter!

Neuste Artikel