Stadt Eferding und Veste Schaunberg

Zeugen längst vergangener Tage

Stadt Eferding und Veste Schaunberg

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Die Ursprünge der kleinen Stadt im fruchtbaren Eferdinger Becken reichen bis in die Römerzeit zurück. Eferding zählt zu den ältesten Städten Österreichs (Stadtrecht 1222) und findet sogar im mittelalterlichen Nibelungenlied Erwähnung.

Ein Gastbeitrag von Dr. Siegfried Pichl

Gebietsherren waren seit dem 14. Jhd. die Grafen zu Schaumburg und später die Starhemberger. Beginnen wir unseren Rundgang am großzügig angelegten Stadtplatz, der als einer der schönsten Plätze Oberösterreichs gilt.

Barocke Dreifaltigkeitssäule

Die Bürgerhäuser mit ihren bunten barocken und klassizistischen Fassaden weisen großteils noch einen spätgotischen Baukern auf.

Besonders sehenswert ist das so genannte Lebzelterhaus (Stadtplatz 27), das hinter einer barocken Fassade zwei gotische Häuser verbindet. Erwähnenswert auch die barocke Dreifaltigkeitssäule.

An der nördlichen Schmalseite des Stadtplatzes befindet sich das alte Schloss Starhemberg, dessen heutiges Erscheinungsbild auf Umbauten im späten 16. und 18. Jhd. zurückgeht.

Die Anlage wurde vorbildlich restauriert und beherbergt heute das kleine Stadtmuseum. Ein Kleinod aus der Hochgotik stellt die Spitalskirche am Schiferplatz mit Netzrippengewölbe und alten Fresken dar.

Restauriert: Schloss Starhemberg

Von besonderer kunstgeschichtlicher Bedeutung ist die dem Schloss benachbarte Stadtpfarrkirche St. Hippolyt. Um die Mitte des 15. Jhds. beschlossen die Grafen von Schaumburg einen Neubau an Stelle einer zuvor schon bestehenden Kirche.

Dieser konnte wohl um das Jahr 1510 abgeschlossen werden. Abgesehen vom großen Südturm, der im 18. Jhd. barockisiert wurde, hat sich das spätgotische Erscheinungsbild von St. Hippolyt bis heute weitgehend erhalten.

Eine Besonderheit stellt das prächtige, figurengeschmückte Doppelportal an der Südseite der Kirche dar, über dem sich zwei große, in Kielbögen auslaufende Maßwerkfenster mit reicher Ornamentik befinden.

Beim Betreten der Kirche staunen wir über den Raum­eindruck, den die große dreischiffige Halle mit ihrem gotischen Rippengewölbe bietet.

Schaunberg: Mächtige Wehranlage

Nicht weit von Eferding entfernt erhebt auf einem bewaldeten Hügel weithin sichtbar die Ruine Schaunberg bei Pupping. Die im 12. Jhd. errichtete Anlage war Sitz der Grafschaft und zählte im Mittelalter zu den größten Wehrburgen des Landes.

Die heute noch zu besichtigenden Reste geben beredtes Zeugnis von der einstigen Ausdehnung.

Erhalten haben sich unter anderem der stattliche Torbau, sowie Teile der Burgkapelle und der Palas mit schönem gotischem Trichterportal.

Der mächtige, fünfeckige Bergfried ist teilweise eingestürzt, wurde aber gesichert und dient den Besuchern heute als Aussichtswarte, von der sich ein weiter Blick ins Eferdinger Land erschließt.

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