Viel zu tun für die Schutzheiligen

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Viel zu tun für die Schutzheiligen

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Die Haupturlaubszeit und die Schulferien sind vorbei, es heißt wieder an die Arbeiten und an das Lernen zu denken. Selbst wenn der Herbst ein „goldener“ werden sollte, in dem wir ans Wandern und andere Freizeit-Aktivitäten denken.

Am 21. September tritt die dritte Jahreszeit mit der Tag- und Nachtgleiche ihre Regentschaft an. Das markante Datum fällt auch mit dem Gedenktag des hl. Matthäus zusammen. Dieser ist einer der zwölf Apostel. In der altkirchlichen Überlieferung wird er mit dem Zolleinnehmer Levi, dem Sohn des Alphäus, gleichgesetzt. Um das Jahr 42 soll er, der Legende nach, Palästina verlassen und in Parthien, Persien und Äthiopien eifrig missioniert haben. Die Verkündigung des neuen Glaubens musste er, wie viele andere Christen damals, mit dem Leben bezahlen. Den Märtyrertod soll er durch Steinigen oder Verbrennen erlitten haben.

Ein Heiliger, viele Aufgaben – viele Berufe, ein Heiliger

Heilige wie Matthäus sind für gläubige Christen noch immer wichtige Patrone, deren Schutzfunktion sich auf die Gesundung von Kranken ebenso erstreckt wie auf nahezu alle Berufsgruppen. Matthäus zum Beispiel gilt als Patron der Bank-, Finanz-, Steuer- und Zollbeamten, hat also in Zeiten wie diesen Hochsaison. Auch die Wechsler und Buchhalter können auf ihn bauen. Gehen wir die Gedenktage der Heiligen im September durch, weitet sich deren Tätigkeitsfeld gehörig aus.

Salzsieder und Tuchweber sind selten geworden – einen Patron haben sie dennoch

Der hl. Lambert von Maastricht (17. 9.) ist Patron des Bistums Lüttich, der Stadt Freiburg im Breisgau sowie der Bauern, Chirurgen, Bandagisten und Zahnärzte. Am 22. dieses Monats gedenkt die Kirche des hl. Mauritius (Moritz). Der ehemalige Offizier der Thebaischen Legion hat als Patron alle Hände voll zu tun, denn die Liste der ihm anvertrauten Berufe liest sich lang: Soldaten, Waffen- und Messerschmiede, Kaufleute, Färber, Hutmacher, Tuchweber, Wäscher, Glasmaler und Salzsieder.

„Deutscher Michel“ gegen den Teufel

Der hl. Michael (29. 9.), Vorkämpfer der Gott treu gebliebenen Engel im Kampf gegen Luzifer, ist als Patron der katholischen Kirche, des deutschen Volkes („deutscher Michel“) sowie der Soldaten, Kaufleute, Wagenhersteller, Fischer, Apotheker, Bäcker, Drechsler, Schneider, Glaser, Maler, Vergolder, Blei- und Zinngießer, Radiomechaniker und Bankangestellten ausgewiesen. Die Soldaten haben mit Moritz und Michael also gleich zwei Patrone im September, die sich aber sicher nicht ins Gehege kommen. Vielmehr ist doppelter Schutz allemal besser…

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