Vor Biden-Besuch: Saudis verbieten Homo-Symbolik in Geschäften

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Saudischer Kinderschutz

Vor Biden-Besuch: Saudis verbieten Homo-Symbolik in Geschäften

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  • Kurz vor Biden-Besuch
  • Anti-Homo-Kampagne in Saudi-Arabien
  • Homosexualität generell strafbar
  • Verbot von Regenbogen-Farben in Geschäften
  • Insbesondere bei Spielzeug
  • Vergiftete Botschaft an Kinder
  • Beobachter rätseln über Timing
  • Biden ruinierte Beziehungen zu Saudis
  • Mit wüsten Beschimpfungen
  • Öl-Not treibt ihn wieder hin
  • Biden-Feind Putin ist guter Saudi-Freund

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Wochen vor der Reise von US-Präsident Joe Biden nach Saudi-Arabien, wo ein Treffen mit Kronprinz Mohammed bin Salman Al Saud geplant ist, dürfen in den Geschäften keine Waren, einschließlich Spielzeug, in Regenbogenfarben angeboten werden. Sie widersprechen dem islamischen Glauben und der öffentlichen Moral und senden eine „giftige Botschaft an Kinder“, heißt es in einer Anordnung des Handelsministeriums, die groß in den Medien angekündigt wurde. Auch Bidens Krawatten-Farbe dürfte kritisch beobachtet werden.

Rätseln über Timing von Verbot

Bekleidungs- und Spielwarengeschäfte dürfen also die „bunten Artikel“ nicht führen, da sie „….homosexuelle Farben fördern, die auf die jüngere Generation abzielen“. Beobachter rätseln wegen des Timings. Die Symbolik ist ja nicht neu. Die Saudis hätten das Verbot schon vor Jahren aussprechen können, tun das aber jetzt im Vorfeld des „hohen US-Besuchs“ unter großem Mediengetöse. Man vermutet dahinter eine Botschaft an Biden, der die Saudis ja des Öfteren vor den Kopf stieß und ihre Werte anprangerte. Bidens Regenbogen-Agenda wird ja seit seinem Amtsantritt in Schulen und Kindergärten etabliert, wo auch Drag-Queens auftreten, um die Kleinen an eine geschlechterverwirrte Zukunft zu gewöhnen. 

…vergiftete Botschaft an Kinder

Aktuell prüft das Ministerium und stellt eine Verbots-Liste zusammen. Angesichts der Tatsache, dass Kinderspielzeug schon vor der Ära der „Gay-Pride-Flaggen“ oft Regenbogenfarben hatte und das Symbol im letzten halben Jahrzehnt in westlichen Gesellschaften und Medien weit verbreitet war, ist unklar, ob es solche „harmlosen“ Spielzeug-Varianten an der saudischen Zensur vorbei schaffen. Konkret betroffen sind regenbogenfarbene Schleifen, Röcke, Hüte und Federpennale. Diese werden, laut Bericht des staatlichen Nachrichtensenders Al-Ekhbariya zumeist für Kinder hergestellt. Man sieht im Bericht u.a. wie ein Journalist auf eine Regenbogenfahne deutet und sagt: “Die Homosexuellen-Fahne hängt auf einem der Märkte in Riad.” Die Farben senden eine vergiftete Botschaft an Kinder, heißt es weiter. Der Bericht zeigte auch Standbilder des Schauspielers Benedict Cumberbatch in „Doctor Strange“ und von anscheinend ausländischen Kindern, die Regenbogenfahnen schwenkten.

Auch Disney-Filme im Visier

Homosexualität ist ein potenzielles Kapitalverbrechen in Saudi-Arabien, das für seine strenge Auslegung des islamischen Scharia-Gesetzes bekannt ist, das wiederum die Grundlage seines gesamten Rechtssystems bildet. Im April gab das Königreich bekannt, es habe Disney gebeten, „LGBTQ-Referenzen“ (Lesben, Schwule, Transgender) aus „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“, dem neuesten Marvel-Film, zu streichen, das habe Disney abgelehnt.  Also lief der Film nicht in den saudischen Kinos. Disneys neuester Animationsfilm „Lightyear“, der einen gleichgeschlechtlichen Kuss zeigt, wurde ebenfalls in Saudi-Arabien und mehr als einem Dutzend anderer Länder verboten, hieß es in dieser Woche aus einer Disney-Quelle. Riad hat diesen Film aber nicht kommentiert.

Biden muss sich anbiedern

Der US-Präsident wird das Westjordanland, auch Jeddah besuchen. Dies anlässlich eines Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs des Golfkooperationsrates (GCC). Menschenrechtsgruppierungen kritisierten den geplanten Saudi-Besuch Bidens. Er segne damit stillschweigend die Menschenrechtsverletzungen im Königreich ab. Mit dem Thema Öl habe sein Besuch nichts zu tun, sagte Biden trotzig. Die hochschießenden Benzinpreise in den USA bezeugen das Gegenteil. Sie können bei den extrem mobilen Amerikanern zum explosiven Politikum werden. Pressesprecherin Karine Jean-Pierre ließ wissen: Biden freue sich, seine positiven Visionen für das Engagement der USA in der Region in den kommenden Monaten und Jahren zu skizzieren“. Kein leichtes Unterfangen. Die Saudi-Beziehungen sind angesichts der Brüskierungen durch die unflätige Diplomatie des Biden-Teams in der Vergangenheit auf einem Tiefststand. 

Saudis und Putin gute Freunde

U.a. forderten die USA, die Saudis sollen doch die Ölförderung erhöhen, um Russland zu schaden, was abgelehnt wurde. Ein geplantes Telefonat zwischen Biden und Kronprinz Mohammed kam nie zustande. Dafür telefonierte der Prinz umso herzlicher mit Russlands Präsident Wladimir Putin und bekräftigte das Öl-Abkommen mit Moskau. Biden treibt indes selbstgefällig, unter dem Vorwand des Ukraine-Konflikts, seinen Krieg gegen Russland voran. Putin profitiert indes von den West-Sanktionen während die USA in Form von Ölknappheit darunter leidet. Biden wirft sich also schamlos in die Arme der Saudis, machte wohl schon im Hinterzimmer Konzessionen und hofft jetzt auf günstige Öllieferungen.

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