Vorsorge ist wichtig: Altersgerechtes Anlegen

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Vorsorge ist wichtig: Altersgerechtes Anlegen

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Die persönliche Finanzplanung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen und hinausschieben. Ein so zentrales Thema links liegen zu lassen halte ich für kontraproduktiv und äußerst kurzsichtig.

Ein Kommentar von Dr. Herbert Samhaber

Schließlich ist die finanzielle Sicherheit ein wesentlicher Faktor für unser Leben.
Als Eckpfeiler können dabei eine persönliche Haushaltsrechnung und der Aufbau eines Polsters für schlechte Zeiten und die Pension sein.

Fundament der Vorsorge

Beliebt ist der Abschluss von Bausparern für Enkel oder Kinder. Dann kommt oft eine längere Lücke bis der Ruhestand naht und man erkennt, dass die Pension deutlich geringer ausfallen wird als das Arbeitseinkommen. Das Fundament der finanziellen Vorsorge sollte nicht erst kurz vor Pensionsantritt, sondern bereits viel früher gelegt werden.

Dabei sollte man die Produktauswahl altersgerecht gestalten. Gegen Bausparer und andere konservative Formen ist nichts einzuwenden. Jedoch bieten sie auf sich allein gestellt gerade in Zeiten mit niedrigen Zinsen kaum Renditechancen und verlieren aktuell nach Steuer und Inflation an Kaufkraft.

Eigene finanzielle Situation berücksichtigen

Langfristige Vorsorge sollte jedoch auf Kaufkraftzuwachs abzielen. Eine Faustregel im Finanzdienstleistungsbereich heißt, je länger der Zeithorizont desto dynamischer kann veranlagt werden. Investitionsmöglichkeiten mit hohen Schwankungen machen bei langfristiger Anlagedauer Sinn. Von hoch spekulativen Invest­ments für Privatpersonen mit etwaigen Nachschusspflichten (d.h. es muss eventuell Geld nachgezahlt werden bzw. haftet man für Verluste) halte ich nichts.

Natürlich sollte man bei der Auswahl der Produkte und Dienstleistungen persönliche Risikoneigungen und seine eigene finanzielle Situation berücksichtigen. Mehr Renditechance geht in der Regel einher mit mehr Risiko. Schwankungen bei Anlageformen mit mehr Kursrisiko können potentiell über einen längeren Zeithorizont ausgeglichen werden, wenn man das Risiko streut.

Das richtige Mischverhältnis schaffen

Hat man eine Perspektive von wenigen Jahren, wird man in der Regel anders veranlagen als bei einer Perspektive von 20 oder 30 Jahren. Befindet man sich noch in der Ausbildung, hat man üblicherweise kaum die Möglichkeit etwas zur Seite zu legen. Auch in der Phase der Familiengründung und der Schaffung eines Eigenheims sind die finanziellen Spielräume oft knapp bemessen. Dennoch sollte man auch in diesen Lebensabschnitten nach Möglichkeit zumindest Polster für wahrscheinliche Ausgaben und für Unvorhergesehenes schaffen.

Spätestens in der Mitte des Arbeitslebens im Alter von etwa 40 Jahren sollte neben den genannten Polstern auch die Vorsorge für die Pension aktiv angegangen werden.
Somit hat man zumindest gut 20 Jahre Zeit bis zum Ruhestand (und damit normalerweise weniger Einkommen). Eine Mischung aus Veranlagungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Zeithorizonten und Risiken erscheint mir sinnvoll.

Es hat weder Sinn sich ganz dem Zinsrisiko auszuliefern in dem man ausschließlich auf Sparbuch, Bausparer und Staatsanleihen setzt, noch macht es Sinn alles in den Aktienmarkt zu investieren, nur auf Immobilien zu setzen oder sein Heil allein in Gold zu suchen. Diversifikation – Risikostreuung durch Einsatz unterschiedlicher Investitionsmöglichkeiten – ist für mich der vernünftigste Ansatz für die persönliche Vorsorge.

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