Über Kunst- und Kultursubventionen wird regelmäßig gestritten. Genauso wie darum, ob denn etwas Kunst ist oder nicht. Auch scheint zunehmend weniger das künstlerische Vermögen als vielmehr die politische Gesinnung den Ausschlag zu geben, ob und in welcher Summe Gelder aus diversen Fördertöpfen fließen.

Ein Kommentar von Matthias Hellner

Dass es dabei, wie jetzt wieder in Linz zur Ablehnung der Subventionen für Museen durch einzelne Parteien kommt, in diesem Falle der FPÖ, darf nicht verwundern. Auch wenn als Begründung eine „linke Kulturpolitik“ und „Ausstellungen für Randgruppen“ vorgebracht werden, deren Erfolg sich an mäßigen Besucherzahlen ablesen lässt, ist das mehr als parteipolitisch bedingte Polemik, sondern die Frage, wie viel Kultur es derzeit braucht.

Geld für beliebte Museen statt umstrittene Kunstszene

Denn die staatlichen Subventionen tragen meistens nicht dazu bei, Kunst oder Kultur der Bevölkerung näher zubringen, denn sonst gäbe es ein anderes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage – sprich höhere Besucherzahlen. Dass mit den Förderungen ein niederschwelliger Zugang zu den schönen Künsten für die breite Masse erreicht wird, ist daher ein Trugschluss.

Vielmehr führt es dazu, dass sich „Kunstschaffende“ noch mehr austoben können und wie bei der umstrittenen „Fotzengalerie“ in Linz Provokation mit Kunst verwechseln. Um Kunst zugänglicher zu machen, wäre es sinnvoller, wie in Großbritannien keine Eintrittsgelder zu verlangen und je nach Besucherzahl den Museen Gelder zukommen zu lassen.

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