Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist ab heute auf Tour in den USA. Einerseits nimmt er am UNO-Gipfeltreffen zur Pandemie-Bekämpfung teil, andererseits, und da wird massive Kritik laut, wird er sich im Anschluss in die Rocky Mountains begeben, um unser aller Zukunft mit der globalistischen Weltelite zu besprechen – unter strenger Geheimhaltung versteht sich. Die FPÖ hat eine parlamentarische Anfrage hierzu bereits angekündigt.

Von Christoph Uhlmann

  • Kurz nimmt auf USA-Reise an Eliten-Treffen der Tech-Milliardäre in Montana teil
  • Bei letztem Besuch warnte er die Tech-Giganten vor Plänen für Digital-Steuer in der EU
  • Massive Kritik von FPÖ-Parteichef Kickl
  • Die berührungslose, schöne neue Bildschirm-Welt des „Screen New Deal“
  • Kurz & Co. maßgeblich an Entwicklung der Agenda 2030 beteiligt
  • Parlamentarische Anfrage der FPÖ angekündigt

Teilnahme am Treffen der Weltenlenker

In New York wird sich Kurz mit dem Medienmogul Michael Bloomberg treffen, ehe er dann weiter nach Montana fliegt, um dort am „Yellowstone Weekend“ teilzunehmen. Dort sind auch die Größen des Silicon-Valley wie Bill Gates, Tim Cook (Apple CEO), Mark Zuckerberg (Facebook-CEO), Jeff Bezos (Chef von Amazon) und einige weitere Möchtegern-Weltenlenker anzutreffen, die am luxuriösen Rückzugsort von Eric Schmidt (EX-CEO von Google) über das weitere Schicksal der Welt beraten, wie die Daily Mail berichtet. Mit welchem der unzähligen Privat-Jets Kurz dort hingelangen wird, um u.a. Themen wie die Bekämpfung des Klimawandels zu besprechen, ist leider nicht bekannt.

Kurz warnte Silicon Valley-Riesen vor Digital-Steuer

Wie Medien berichten, soll er schon 2018 von Schmidt zu diesem seit acht Jahren stattfindenden, unter strenger Geheimhaltung stehenden „Milliardärs Sommer-Camp“ eingeladen worden sein, wo er die Tech-Giganten „auf die drohende Digital-Steuer in Europa aufmerksam gemacht“ haben soll, wie FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl kritisiert. „Offenbar steht Kurz an der Seite der weltumspannenden Konzerne und bestärkt sie in ihrer Steuervermeidungspolitik. Das ist eine wichtige Information für alle Unternehmer im Land, die ihre Steuern pünktlich zahlen und denen die ÖVP immer wieder vorgaukelt, sie setze sich für ihre Interessen ein“, meinte der FPÖ-Chef.

Heftige Kritik seitens der FPÖ

Tatsächlich ist dieses ominöse Treffen, das am ehesten mit denen der Bilderberger zu vergleichen ist, eines, auf das wir alle mit Argusaugen blicken sollten, denn hier könnten oder werden die Weichen für das weitere Schicksal der gesamten Welt gestellt. Und zwar in eine Richtung, die dystopischer kaum sein könnte. „Hier treffen sich Personen, denen sowohl das Schicksal einzelner Menschen als auch das Wohl einzelner Staaten völlig egal ist. Hier treffen sich die finanziellen Hauptprofiteure des Globalismus, die sich nun mehr und mehr anschicken, das von ihnen angehäufte Geld auch zur Steuerung der Politik einzusetzen. Das hat mit Demokratie nicht das Geringste zu tun, und jeder überzeugte Demokrat sollte sich daher von solchen Zirkeln fernhalten“, kritisierte Kickl die Teilnahme des türkisen Kanzlers am Weltenumstürzler-Treffen.

Die schöne neue Bildschirmwelt

Wie Wochenblick berichtete, wies die streitbare kanadische Aktivistin Naomi Klein in ihrem Aufsatz „Screen New Deal“ bereits im Mai 2020 darauf hin, wie sich u.a. Eric Schmidt die Post-Covid-Ära für uns Untertanen so vorstellt: „Es ist eine Zukunft, in der unsere Wohnungen nie mehr ausschließlich persönliche Räume, sondern über digitale Hochgeschwindigkeitsverbindungen auch unsere Schulen, unsere Arztpraxen, unsere Fitnessstudios und, falls der Staat darüber bestimmt, auch unsere Gefängnisse sind.“ Möglich wird das u.a. durch den massiven Ausbau des 5G-Netzes, das Fernunterricht, Telemedizin und fahrerlosen Personenverkehr ermöglichen soll. Letzteres wird auch zu einer Massenarbeitslosigkeit unter weniger gebildeten Männern führen, was für sich genommen schon soziale Sprengkraft hat. Und dass der coronabedingte Fernunterricht beispielsweise eine bildungstechnische Katastrophe für die Kinder darstellt, scheint hier genauso keinesfalls ein Hemmschuh zu sein. Mit Volldampf soll es weiter in die „schöne neue Welt“ gehen, in der wir so gut wie alles berührungslos erledigen können, oder eben müssen.

Kurz und Konsorten mitverantwortlich für Agenda 2030

Genauso wie der Gründer und Chef des WEF (Weltwirtschaftsforum) Klaus Schwab will die Technokraten-Elite die Corona-Krise nutzen, um uns mit ihren „guten Ideen“ zu übertölpeln. Was vielleicht vielen entgangen sein mag: die Agenda 2030, oder wie immer man den perfiden Plan zum Gesellschaftsumbau nennen will, wurde von Kurz (und anderen) nicht nur maßgeblich mitgetragen, sondern auch grundgelegt, wie man einem Bericht der APA aus 2014 indirekt entnehmen kann.

Österreich werde „Akzente setzen können und auf eine post-2015 Agenda drängen“, meinte Kurz in seiner damaligen Funktion als Außenminister und, dass er sich „besonders für die Themen nachhaltige Energie und Jugend einsetzen“ werde. „Österreich übernimmt diese Funktion in einer entscheidenden Phase zur Gestaltung der Post-2015 Agenda“, erklärte er damals anlässlich der Übernahme des Vorsitzes im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC).

Parlamentarische Anfrage der FPÖ

Ob die parlamentarische Anfrage, die die FPÖ nach der Rückkehr des „ÖVP-Königs“ zum Treffen im „Yellowstone Club“ stellen will, Antworten bringen wird, welche Perfiditäten dort besprochen wurden, wird wohl davon abhängen, ob er sich daran erinnern kann, entschlägt oder einfach schweigen wird, wie man es von den türkisen ÖVP-Granden mittlerweile ja gewohnt ist.

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