Nachdem sich der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) wieder einmal für härtere Corona-Maßnahmen aussprach, fordert nun auch der Kurz-Intimus und Szenewirt Martin Ho, dass nur noch vollständig Geimpfte in Gastronomie und Freizeiteinrichtungen eingelassen werden sollen. Der Wiener FPÖ-Landesparteichef Dominik Nepp kritisiert diese „Einsperrphantasien“ scharf und spricht von einem Recht für Ungeimpfte „auf Teilnahme am gesellschaftlichen Leben“.

  • Hacker fordert Zutritt zu Gastro- und Freizeiteinrichtungen nur für vollständig Geimpfte
  • Szene-Wirt und Kurz-Freund Martin Ho unterstützt dieses Vorhaben
  • Scharfer Widerspruch gegen Maßnahmenverschärfung von der FPÖ

Die sogenannte „Öffnungsverordnung“ und mit ihr die 3G-Regelung gilt noch bis Ende August. Ab September könnte der Zutritt zu Gastronomie und Freizeiteinrichtungen dann nur noch vollständig Geimpften vorbehalten sein. „Besser nur Geimpfte haben Zutritt als Schließungen. Niemand will mehr einen Lockdown sehen. Es ist vernünftig, wenn Freizeit- und Sportstätten das jetzt schon einführen“, sagte der Gesundheitsstadtrat Hacker am Sonntag gegenüber der „Kronen Zeitung„.

Ho eröffnet neue Lokale während Lockdown: Rubel soll weiterrollen

Postwendend kommt Schützenhilfe für dieses Vorhaben vom Szene-Wirt aus dem türkisen Umfeld Martin Ho. Der Dots-Betreiber meinte: „Der Vorstoß von Peter Hacker ist die richtige Ansage, die es jetzt braucht!“ Man würde diesen Vorstoß voll mittragen, um dazu beizutragen, „dass die Durchimpfung steigt. Jeder Anreiz dazu ist die Lösung“. Hacker will vor einer Entscheidung noch die Verordnung des Bundes für die Zeit ab September abwarten, heißt es laut Medienbericht. Danach will er mit „Experten“ entscheiden, ob schärfere Maßnahmen nötig seien.

Offenbar will Hacker also nachschärfen, falls ihm die Maßnahmen der Regierung nicht scharf genug sind. Er schließt einen diesbezüglichen Alleingang Wiens jedenfalls nicht aus. Dass der stets gut informiert scheinende Busenfreund des Kanzlers Martin Ho bereits ins selbe Horn stößt verheißt wohl nicht Gutes. Denn auch bei den Lockdowns schien er eine Glaskugel zu besitzen, die deren Ende voraussagen konnte (Wochenblick berichtete). Gut möglich, dass er auch dieses Mal über die Pläne der Regierung Bescheid weiß.

Erst unlängst eröffnete Ho ein weiteres Lokal im Kleinen Haus der Kunst am Karlsplatz. Dort serviert Ho nun Trüffel, Kaviar und Champagner und genießt den Besuch der Superreichen. Ein weiterer Lockdown würde seine Geschäftsinteressen  schwer schädigen. Natürlich ist es ihm lieber, dass sich seine Gäste mRNA-Impfstoffe spritzen, damit „der Rubel weiterrollt“.

 

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Kritik von FPÖ – Schweigen der Ministerin

Ähnliche Rufe nach Verschärfungen für die Nachtgastronomie kommen bereits auch aus anderen Bundesländern. Klar gegen Verschärfungen spricht sich momentan nur die FPÖ aus. Der Wiener Landesparteichef Dominik Nepp bezeichnete den Vorstoß Hackers als „Einsperrphantasien“ und stellte klar, „dass auch Menschen, die sich nicht impfen lassen, das Recht auf Teilnahme am gesellschaftlichen Leben haben“. Die zuständige Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hüllt sich dazu vorerst, mit dem Verweis auf laufende Gespräche, in vornehmes Schweigen.

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