Nicht nur die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft oder die Hersteller von Spielekonsolen oder Unterhaltungselektronik sind am Verzweifeln aufgrund der Lieferengpässe und der rasant steigenden Rohstoffpreise. Auch die Lebensmittelindustrie und der Lebensmittelhandel bekommen zunehmend Probleme.

Nun zeichnet sich zunehmend eine Lebensmittelkrise in Deutschland und Europa ab. So wird selbst für die großen Supermarktketten wie Edeka, Rewe, Aldi oder Lidl das Befüllen der Regale immer schwieriger. Großhändler erklärten gegenüber der „Lebensmittel-Zeitung“, dass es „anhaltende Engpässe und Ausfälle“ gebe. Schuld daran sind jedoch nicht nur die gestörten Lieferketten, sondern auch die Rohstoffkrise und die extrem gestiegenen Preise.

Getreide wird knapp

So machte der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft bereits Mitte September darauf aufmerksam, dass Hartweizengrieß fehle und dies den Hartweizenmühlen und Teigwarenherstellern schwer zu schaffen macht. Ende Oktober wurde dann schließlich der Brot- und Qualitätsweizen knapp. Michael Gutting, VGMS-Präsidiumsmitglied erklärte: „Es ist derzeit schwierig bis nahezu unmöglich Getreide mit passenden Qualitäten in ausreichenden Mengen zu beschaffen. Und wenn wir Getreide kaufen können, können wir es nicht transportieren.“ Zudem wird aufgrund der hohen Preise das Getreide in diesem Jahr dort hinfließen, wo die höchste Zahlungsbereitschaft besteht. Und das ist derzeit nicht der deutsche Markt. Schwierigkeiten gibt es aber auch bei Fruchtsäften und Süßigkeiten – und selbst der Coca-Cola-Konzern meldet Probleme.

Das könnte Sie auch interessieren: