Drei Monate lang jagte die Polizei in Niederösterreich ein „Phantom“, dem Serieneinbrüche zur Last gelegt werden. Nach intensiven Ermittlungen konnte ein Rumäne festgenommen werden. Der Mann lebte in einer winzigen Holzhütte im Wald, die er als Operationsbasis für seine Verbrechen nutzte.

Monatelang sorgte ein Serieneinbrecher für Ärger. In Leopoldsdorf, Himberg und Vösendorf wurden zahlreiche Taten aktenkundig. Der noch unbekannte Täter räumte stets Bargeld, Schmuck, Kosmetikartikel und Alkohol aus den von ihm „besuchten“ Häusern aus. Bei einem dieser Einbrüche übersah er eine versteckte Kamera, die den Ermittlern gute Bilder lieferte. In der Nacht auf den 10. Juli nahm die Polizei mit Hilfe von Spürhunden die Fährte auf.

Festnahme in Leopoldsdorf

In einem dichten Waldstück fanden die erstaunten Beamten eine winzige Holzhütte, die aus Resten eines Hochstandes bestand. Das Waldstück wurde in Folge überwacht, bis ein Mann eintraf, der zu den Bildern aus der Überwachungskamera passte. Zwei Tage später klickten in Leopoldsdorf dann die Handschellen. Dabei stellte sich heraus, dass es gegen den Mann bereits eine aufrechte Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Leoben gab. Der Mann wurde seit 2019 wegen Einbruchdiebstahls gesucht.

Erfahrener Fremdenlegionär

Der Rumäne soll lange Jahre bei der Fremdenlegion gedient haben. Zu den Tatorten begab er sich stets zu Fuß. Nach Angaben der Polizei hat er seine Taten gestanden. Er soll auch im Ausland bereits mehrere Jahre in Haft verbracht haben – wegen Einbruchdiebstahls.