Dreist! Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus machen sich gerade in den Tagen vor Ostern wieder verstärkt Internet-Betrüger zunutze. Da viele Menschen derzeit wortwörtlich zu Hause eingesperrt sind, verlagert sich nicht zuletzt auch der Kontakt zu Verwandten und Freunden zunehmend ins Internet. Und natürlich wollen die Bürger auch stets über die neuesten Nachrichten und Entwicklungen im Bilde sein.

Vor allem auf Facebook wird die Timeline ausgiebig nach Neuigkeiten durchsucht. Dabei bekommen Nutzer immer wieder auch Werbung mit verlockenden Angeboten eingespielt. Doch Obacht! Nicht selten handelt es dabei um reine Abzocke!

Alter Trick im neuen Gewand

Während nicht erst seit dem Ausbruch der Corona-Krise über Facebook eine regelrechte Zensur-Welle schwappt und politisch kritische Seiten und Personen sofort gesperrt und gelöscht werden, können mutmaßlich kriminelle Scheinfirmen offenbar problemlos und unbehelligt auf der Plattform werben.

Die Masche ist nicht neu, wurde aber von den Gaunern an die Auswirkungen von Covid-19 bereits angepasst. So findet sich derzeit immer wieder ein Spruch über den Angeboten, der die vermeintlichen Schnäppchen erklären soll:

Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir die Produktion von Kleidung einstellen und die Kollektion schließen werden

Aufgrund der Auswirkungen der Epidemie sei man nicht mehr in der Lage, die hochwertigen Produkte herstellen zu können. Und so verkaufe man diese jetzt bis zu 90 Prozent günstiger.

 

 

Kommentare werden gelöscht

Bei den Online-Shops, die immer aggressiver auf Facebook werben, handelt es sich wahrscheinlich meistens um Firmen aus Asien. Feilgeboten wird alles von Kleidung über Technik-Artikel zu Möbel. Die Ware ist dabei immer extrem günstig. Bei diesen Werbeeinschaltungen ist meistens zu beobachten, dass es zwar sehr viele Aufrufe, aber keine einzigen Kommentare gibt. Was für viele Experten nur den Schluss zulässt, dass alle negativen Kommentare gelöscht werden. Rutschen doch einmal welche durch, sind es tatsächlich meist Beschwerden von Kunden, die etwa von nicht zugestellten Paketen oder ganz offen von Betrug sprechen.

Versucht man die Webseiten der Unternehmen unter die Lupe zu nehmen, gestaltet sich das in den meisten Fällen als schier unmöglich: Kein Impressum – kein Kontakt, keine Adressen. Dazu schlechtes Deutsch und oft noch schlechteres Englisch.

Fazit der Wochenblick-Redaktion

Lassen Sie sich zu Ostern kein faules Ei ins Nest legen und warten Sie mit der Schnäppchenjagd am Besten, bis unsere heimischen Geschäfte wieder geöffnet sind. 

Im Internet finden Sie eine ausführliche Liste der bereits bekannten Betrüger-Shops. Hier klicken.