Befehlsempfänger, Kritik unerwünscht: Ungeimpfter Unteroffizier musste gehen

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„Soldaten können ihre eigenen Rechte nicht verteidigen!“

Befehlsempfänger, Kritik unerwünscht: Ungeimpfter Unteroffizier musste gehen

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Der Coronazwang und der Impfdruck waren enorm. Viele Bedienstete verloren ihren Job, weil sie Kritik übten oder sich dem Impfzwang nicht beugten. So auch beim Bundesheer. Und dass, obwohl Österreich personell nicht über die beste Landesverteidigung verfügt. Ganze 15 Jahre versah Franz Bürgmayr beim Österreichischen Bundesheer seinen Dienst als Berufssoldat. Dem Coronazwang beugte er sich nicht. Der ungeimpfte Unteroffizier musste schließlich gehen. Wochenblick sprach mit dem 39-jährigen Niederösterreicher.

Der Coronazwang hat für den Sanitätsunteroffizier alles verändert. Schließlich kam es sogar so weit, dass der mutige Soldat seinen geliebten Job nicht mehr weiter ausüben konnte, wie er erzählt: „Als Sanitätsunteroffizier sah ich mich immer der Gesundheit und dem Wohl der Menschen verpflichtet. Weil ich aber viele der Corona-Maßnahmen als unverhältnismäßig und widersprüchlich empfand, habe ich das auch im Dienst immer wieder kundgetan und Kritik geäußert.“ Als Militärperson auf Zeit sei für den 39-Jährigen schließlich die Verlängerung seines Vertrages angestanden. Das Ansuchen dazu habe er abgegeben. Nicht aber, ohne seinem Schreiben aufklärende Unterlagen beizulegen, erklärt der Unteroffizier: „Ich war Soldat auf Zeit. Zu meinem Ansuchen auf Verlängerung schrieb ich, dass ich auch künftig nur zum Wohle der Patienten handeln werde. Und zwar auch dann, wenn das den Anordnungen oder Befehlen widerspricht. Meinem Schreiben legte ich Studien und Erkenntnisse bei, um meine Kritik zu untermauern. Antwort erhielt ich keine. Mein Vertrag wurde dann einfach nicht verlängert. Ich musste aus der Truppe ausscheiden.“ Berufssoldat ist der 39-Jährige nun keiner mehr. Seine offene Kritik dürfte ihn den Job gekostet haben.

Experte beim Bundesheer

Die übertriebenen Corona-Maßnahmen hätten ihn von Beginn an stutzig gemacht. Franz Bürgmayr sagt: „Die verordneten Maßnahmen waren widersprüchlich und generell absurd. Sie hatten mit Gesundheitsfürsorge nichts zu tun. Wir mussten die Corona-Testungen im ABC-Schutzanzug durchführen. Ich habe Kenntnis im Umgang mit Infektionskrankheiten. Ich war etwa in Mali eingesetzt, als dort Ebola grassierte. Dort habe ich wegen der Ebola-Lage eine „Barrier-Nursing“-Einschulung erhalten. Als Berufssoldat galt ich diesbezüglich als Experte und war auch einer der ersten unseres Verbandes, der Covid-Testungen 2020 in Österreich durchführte.“ Vor allem auch Abstandsregelungen seien im Sanitätsbereich mehr als widersinnig. Und die Schädlichkeit der Masken habe ihm keine Ruhe gelassen. „Immer wieder habe ich meine Vorgesetzten auf Nachteile des Maskentragens aufmerksam gemacht. Gerade bei mir im Sanitätsbereich mussten die Kraftfahrer in den LKWs stundenlang Masken tragen. Das sind zum großen Teil junge Rekruten, die sind gerade einmal 18 Jahre alt. Das ist ungesund und außerdem gefährlich.“

Ausgrenzung ohne Genspritze

Um jederzeit einsatzbereit zu sein, sei auch Bürgmayr so wie seine Kameraden gegen viele Krankheiten geimpft. Die Covid-Spritze habe er sich nicht verabreichen lassen. Mit zunehmendem Impfdruck war der Soldat einer massiven Ausgrenzung ausgesetzt. Ohne experimentelle Genbehandlung wurde ihm etwa der Besuch der Kraftkammer verboten. Das war aber noch nicht alles, wie er sagt: „Wegen fehlender Corona-Impfung durfte ich die Cafeteria nicht mehr besuchen. Außerdem hätte ich während der gesamten Dienstzeit eine Maske tragen müssen. Das sind etwas über 8 Stunden. Bei einem Journaldienst wären dann nochmals 24 Stunden dazugekommen. Da hätte ich also insgesamt mehr als 32 Stunden Maske tragen müssen. Das ist wirklich unfassbar. Als ich mit meinem Vorgesetzten darüber sprach, sagte er, dass er meinen Unmut zwar verstehe, er aber irgendeine Lösung hätte finden müssen.“ Als Teil des medizinischen Personals hat der Sanitätsunteroffizier auch Covid-Impfungen an Soldaten durchgeführt. Genau deshalb weiß er, dass sich etliche seiner Kameraden nur impfen ließen, weil der Druck beim Bundesheer so groß war. „Wenn ein Soldat den Wunsch geäußert hat, habe ich im Rahmen meines Dienstes auch Covid-Impfungen durchgeführt. Ich hätte die Covid-Impfung aber für junge gesunde Soldaten nie empfohlen. Auch bei Impfung hat es von Beginn an sehr viele Widersprüchlichkeiten gegeben. Eine Risiko-Nutzen-Bewertung hat immer zur Gänze gefehlt.“

„Habe die Uniform nicht befleckt“

Die Impf-Aufklärungsgespräche hätten immer Ärzte durchgeführt. Bürgmayr weiter: „Ursprünglich habe ich gedacht, dass die Impfung für ältere und vorerkrankte Menschen Sinn machen würde. Nach meinem heutigen Wissenstand und der Kenntnis über die Nebenwirkungen zu den Impfungen würde ich die Impfung niemandem mehr empfehlen!“ Im Vergleich dazu kenne er zwei Kameraden, die schwerer an Covid erkrankt waren. „Die Erholungsphase hat zwar längere Zeit in Anspruch genommen. Aber keiner von ihnen war durch Corona im Leben bedroht.“, sagt der Sanitätsunteroffizier. Der Niederösterreicher kennt etliche Kameraden, die so denken wie er. Für den Job hätten sie sich aber dem Zwang gebeugt. Für Franz Bürgmayr steht jedenfalls fest: „Ein Soldat sollte zu seinem Wort stehen. Vor allem aber sollte ein Soldat für die Rechte der eigenen Bevölkerung einstehen und sie im Ernstfall mit dem Leben verteidigen. Im Zuge des Corona-Zwangs hat man aber gesehen, dass viele Soldaten nicht einmal ihre eigenen Rechte oder ihre Gesundheit verteidigen können! Das musste ich schmerzlich feststellen.“ Der 39-Jährige habe sich zu Beginn seiner Soldatenkarriere Vorbilder genommen. Nun ist er sich sicher, dass er sich nur auf sich selbst verlassen könne. Von vielen seiner Kameraden sei er enttäuscht: „Viele meiner Kameraden haben den Zwang mitgemacht, weil sie um den Job fürchten und das Geld dringend brauchen. Das kann ich zwar zum Teil verstehen – für mich wäre das dennoch nicht in Frage gekommen. Ich bin mir sicher, ich habe diese Uniform nicht befleckt – ich habe mein Wort gehalten.“

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