Der Alltag in Oberösterreich als nichtgeimpfter, aber gesunder Bürger

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Die 2G-Regelung ist sinnentleert und schikanös

Der Alltag in Oberösterreich als nichtgeimpfter, aber gesunder Bürger

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Noch bis 12. beziehungsweise 19. Februar werden wir gesunden Ungeimpften wie auch der Handel und die Gastronomie die schikanöse 2G-Regel der Regierung erdulden müssen. Bis dahin schlagen wir uns noch täglich mit der Widersinnigkeit dieser willkürlichen Verordnung herum.

Ich heiße Kurt und ich bin nicht geimpft! So würde ich mich vermutlich bei einer „Stuhlkreissitzung“ der anonymen Ungeimpften vorzustellen haben, um von meiner angeblichen Impfphobie befreit zu werden. Aber ich habe keine Impfphobie, ich will nur nicht mit den derzeit offerierten Substanzen gestochen werden. Daher muss ich es schon eine ganze Weile erdulden, dass mir wegen der 2G-Verordnung allerorten die Tür vor der Nase zugeschlagen wird. Hätte ich nicht schon genug warmes Wintergewand zu Hause, müsste ich in diesen Tagen glatt erfrieren.

Kein Corona

Dabei brauchte ich kein 2G, da ich kerngesund und auch nicht ansteckend bin, wie meine laufend durchgeführten Heimtests zeigen. Die Ursachen für meinen dauerhaft guten Gesundheitszustand könnte eine Infektion mit der Delta-Variante im vorvorigen Jahr gewesen sein, obwohl mein Hausarzt nach einem „Staberltest“ damals nur eine Grippe diagnostizierte. Als solches hatte sich meine damals zweiwöchige Erkrankung auch angefühlt. Ich hatte nämlich weder Fieber noch Geschmacks- oder Geruchsverlust, aber ich hatte Gliederschmerzen, Husten und war sehr müde. Trotzdem: Es sei kein Corona, sagte mein Arzt. Erleichtert setzte ich nach meiner Genesung meine Arbeit als „rasender Reporter“ fort, durchreiste das Land, recherchierte und führte Gespräche mit vielen Menschen und während rundherum die Inzidenzzahlen stiegen und jeden Tag neue Schreckenszahlen verkündet wurden, erledigte ich angstfrei mein Tagewerk und wunderte mich, warum andere aber nicht ich an Corona erkrankten. Warum machte das Virus um mich einen Bogen?

Antikörper nach Bluttest

Gab es dafür einen Grund? Ich ging zum Arzt, ließ mir Blut abnehmen und dieses in einem Linzer Labor untersuchen. Das Ergebnis: Noch acht Monate nach meiner Erkrankung bekam ich 600 Covid-Antikörper bescheinigt und damit sollte dann auch die Omikron-Variante an mir schmerzlos vorüberziehen. Auch nachfolgende Corona-Viren werden mich vermutlich nicht belästigen. Ließe ich heute mein Blut untersuchen, würde man wahrscheinlich immer noch Antikörper darin finden. Doch diese natürliche Immunabwehr ist unseren Gesundheitsexperten in der Regierungskommission wurscht, und mir wiederum ist ihr neurotischer Impfzwang egal, weil dieser bekanntlich nicht der versprochene “Game-Changer” ist. Zudem ist der Impfzwang unmoralisch und verfassungswidrig, wie nicht regierungshörige Experten stets betonen. Das hindert die türkis-grünen Politiker und ihre Claqueure aber nicht daran, am Impfzwang festzuhalten und Ungeimpfte als Menschen zweiter Klasse behandeln zu lassen.

Leere Geschäfte

Als Freiberufler kann ich damit zwar ganz gut leben, doch für den Handel und die Gastronomie ist es durch die 2G-Regel „ungemütlich“ geworden, wie der Bundeskanzler – wie hieß er noch mal? – vor Weihnachten angedroht hatte. Eigentlich hatte seine Drohung, die Zügel anziehen zu wollen, den Ungeimpften gegolten, getroffen hat es aber den Handel und die Gastronomie. Denn mit der 2G-Regel ist die große Zahl an Nichtgeimpften als Laufkundschaft für alle Geschäfte ausgefallen, die nicht zur Deckung des täglichen Bedarfs dienen. Wie so viele andere, erlebe nun auch ich schon seit Wochen die schikanöse Willkürlichkeit der Regierung, die Ungeimpften zwar das Arbeiten erlaubt, aber beispielsweise nicht den Möbel- oder Kleiderkauf. Noch heißt es warten…

Den einzigen Gast vergraulen

Unlängst war ich wieder einmal dienstlich nach Gmunden unterwegs. Da ich noch Zeit hatte bis zu meinem vereinbarten Gesprächstermin, beschloss ich an der Autobahntankstelle bei Vorchdorf zu frühstücken. Im Buffet war ich der einzige Gast. Ich bestellte zwei Spiegeleier mit Schinken und einen Cappuccino. Man servierte mir das Gewünschte und als ich der Kasse bezahlen wollte, fragte man mich, ob ich einen 2G-Nachweis „oder sonstwas“ hätte. Ich verneinte und zeigt als „sonstwas“ mein Bluttestergebnis, das man aber nicht akzeptierte. “Was soll ich nun mit den Spiegeleiern und dem Kaffee machen?”, fragte ich den Mann an der Kasse. Er empfahl mir, alles mit ins Auto zu nehmen, worauf ich mich bedankte, auf dem Absatz kehrt machte und das Tankstellenbuffet ohne Eier und Cappuccino verließ.

Zieht Kaffee Viren an?

In Gmunden angekommen, traf ich mich mit meiner Interviewpartnerin zum Gespräch vorm Café Segafredo, wo wir uns mit Erlaubnis des Wirtes an einen der Stehtische vorm Lokal stellen konnten. Dort waren wir allein. Zum Glück hatten wir einen sonnigen und relativ warmen Tag erwischt. Zuvor hatte ich den Wirt noch gefragt, ob ich draußen vielleicht einen Kaffee trinken dürfte, was dieser aber ohne Vorlage eines
2G-Nachweises bedauernd verneinte. Vermutlich zieht Kaffee die Viren an…

Grosser Schmarrn

Auf der Rückfahrt nach Linz besuchte ich noch den Zeitungskiosk im Welser Bahnhof. Die Verkäuferin hatte bei meinem Eintreffen gerade im hinteren Bereich zu tun. Als ich meine Lektüre, hauptsächlich Zeitschriften, ausgesucht hatte, ging ich zur Kasse und die mittlerweile herbeigelaufene Frau fragte mich, ob ich einen 2G-Nachweis hätte. Ich bedauerte erneut und betonte, dass ich nur mit einem G dienen könnte, nämlich dem G, das gesundsein bedeutet. Doch ohne 2G-Nachweis, sagte sie freundlich, dürfe sie mir die Zeitungen leider nicht verkaufen, sagte aber auch, dass sie diese Verordnung für einen großen Schmarrn halte. Würde sie nämlich in ihrem Laden auch Rauchwaren offerieren, dann wäre der Erwerb der Zeitungen dort auch für mich als nicht Geimpften erlaubt gewesen.

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