„Ich bin fertig mit dieser Welt!“: Corona-Beschränkungen haben viele Existenzen vernichtet

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Die Einschränkungen gaben Unternehmensberaterin den Rest

„Ich bin fertig mit dieser Welt!“: Corona-Beschränkungen haben viele Existenzen vernichtet

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Inhalt

Die Unternehmensberaterin Beate Marschallinger ist nur eine von vielen Oberösterreichern, deren berufliche Existenz durch die vielen Corona-Einschränkungsmaßnahmen vernichtet wurde und es ist zu befürchten, dass auch andere in den Konkurs schlittern werden.

Mit dem Wunschdenken und dem damit verbundenen Eigenlob der Regierungsvertreter, die nicht müde werden zu behaupten, dass wir Österreicher – wirtschaftlich betrachtet – doch ganz gut durch diese Pandemie gekommen wären, kann die oberösterreichische Unternehmensberaterin Beate Marschallinger aus Feldkirchen an der Donau nichts anfangen.

Sie empfindet derartiges Gerede als Gelaber, denn sie selbst ist – gelinde gesagt – überhaupt nicht gut durch diese Pandemie gekommen. “Ich muss mein Geschäft nun zusperren”, sagt sie zerknirscht und fügt apathisch hinzu “Ich kann nicht mehr, am 1. März muss ich aufhören!” Die diversen Lockdowns und die damit verbundenen Einschränkungen zur Virus-Bekämpfung haben ihrem kleinen Einzelunternehmen “Arbeitsleben im Focus” den Garaus gemacht.

Keine Aufträge

“Ich habe keine Aufträge mehr”, sinniert die Expertin für Arbeitsbewältigung. Dabei habe es mit ihrer 2020 gegründeten Firma ganz gut begonnen. Schnell hatte sie sich einen kleinen Klientenstamm aufgebaut, zu den Betrieben, zu denen auch kommunale Einrichtungen gehörten: beispielsweise Kindergärten. “Ich habe die jeweiligen Mitarbeiter für ihre Tätigkeiten optimiert und deren Zusammenarbeit gestärkt“, betont Beate Marschallinger. Dafür seien stets viele Einzelgespräche nötig gewesen, was extreme Nähe bedeutete. “Mein USP ist auch das persönliche Gespräch mit den Mitarbeitern”, sagt Marschallinger.

Kontaktverbote

Doch dann kamen die Corona-bedingten Einschränkungen und mit ihnen die Betretungsverbote, vor allem für öffentliche Einrichtungen, was ihre Arbeit schließlich zum Erliegen brachte. “Die vielen unterschiedlichen und sich ständig widersprechenden Regeln und nicht zuletzt auch das Test-Chaos haben mir beruflich den Rest gegeben”, ärgert sie sich die Unternehmerin.

Den Hinweis, sie hätte ihre Schulungen doch auch per Videokonferenz erledigen können, empfindet sie als Hohn. Beratungsgespräche müssten von Angesicht zu Angesicht erfolgen, sagt Marschallinger, weil für sie dabei auch das nonverbale Verhalten ihrer jeweiligen Gesprächspartner relevant sei. Nun steht die Unternehmerin vor den Trümmern ihrer Existenz und ihre Zukunft ist mehr als ungewiss, zumal sie auch nicht geimpft sei, wie sie erklärt. Sie werde sich auch keinesfalls impfen lassen.

Damit sieht sie sich aber mit einem weiteren Problem konfrontiert, weil sie gehört habe, dass man nicht geimpften Arbeitslosen das Arbeitslosengeld streichen wolle. Doch auf dieses Geld wird auch sie in der nächsten Zeit angewiesen sein. Beate fragte daher beim AMS nach, ob das Gehörte eine Tatsache sei? Doch beim AMS winkte man ab und meinte: Alles nicht wahr!

Zukunftsangst

Dabei war für Marschallinger vor zwei Jahren alles noch so gut angelaufen. Dass ihre Existenz vermutlich nicht die einzige ist, die durch die Corona-Bekämpfungsmaßnahmen der Regierung vernichtet wurde, tröstet sie nicht. “Ich war so gut am Start und bin nun so schlecht am Ziel”, sinniert sie angesichts der Tatsache, dass die mit wenig Augenmaß und Sachverstand erlassenen Einschränkungen nun bald vorüber sein werden.

Marschallinger selbst wird davon aber keinen Nutzen mehr ziehen können. Alles Geld, das sie zur Verfügung gehabt hatte, hatte sie in den Aufbau ihrer Unternehmensberatung gesteckt. Nun ist alles weg, einschließlich der Aufträge, die sie noch gehabt hatte, sagt sie. Dabei streichelt sie nachdenklich ihren Hund und murmelt: “Ich bin fertig mit dieser Welt!”

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