Jetzt sollen Pensionisten die klaffende Lücke schließen

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Personalsituation ist auch Versäumnis früherer Regierungen:

Jetzt sollen Pensionisten die klaffende Lücke schließen

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Weil an allen Ecken und Enden das Personal fehlt, sollen nun die Alten wieder ran. Die Pensionisten werden neuerdings als Rückkehrer ins Arbeitsleben umworben und viele fühlen sich dafür auch fit genug. Ein gieriger Staat, der alles doppelt und dreifach besteuert, steht dem Vorhaben allerdings im Weg.

Das soll sich ändern, wenn es nach Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner geht. Denn im Juni suchten nach AMS-Auskunft 27.000 Menschen einen Job. Diese können aus fast 35.000 offene Stellen wählen. Trotzdem werden kaum welche besetzt. Was zum Teufel ist da los? Verantwortlich für diese Situation sei die demografische Entwicklung, heißt es, weil mehr Beschäftigte in Pension gingen als nachkämen. Darüber hinaus gebe es noch andere Probleme. Fakt ist: Es gibt zurzeit mehr Arbeit als Menschen. Wie aber könnte man diese Kluft überbrücken?

Wegen Steuern lohnt Arbeit in Pension kaum

Indem man die Pensionisten aus ihrem Ruhestand holt. Viele wollen ohnehin arbeiten, allerdings ausnutzen lassen wollen sie sich nicht. “Bei der derzeitigen Steuergesetzgebung wäre es für mich wirtschaftlicher, mich an irgendeinem Badestrand in die Sonne zu legen, anstatt zu arbeiten”, betont ein 72-jähriger Pensionist aus Linz, der seine frühere Beschäftigung noch immer ausübt. “Ich arbeite gern“, sagt er: “Wenn mir nur die Steuer mehr von meinem Zuverdienst lassen würde…” Hatte die Wirtschaftskammer früher nicht damit geworben, dass sich Leistung lohnen müsse? In ihrem zweiten Berufsleben sollen die arbeitenden Pensionisten keine Lohnsteuer mehr bezahlen, sondern nur Sozialversicherungsbeiträge, schlägt der oö. Industriellenvereinspräsident und KTM-Chef Stefan Pierer vor und nun scheint auch Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner die Idee reizvoll zu finden. Daher plädiert er für ein steuerfreies Zuverdienstsystem, bei dem die Regelpensionen nicht angetastet werden.

Rentner werden abgezockt

“Warum sind diese Herrschaften nicht schon früher auf die Idee gekommen?”, fragt eine 66-jährige Pensionistin aus dem Welser Raum. Dort geht sie ganz offiziell einer Beschäftigung nach und ärgert sich gehörig über den Abzockerstaat Österreich. Denn auch sie hätte im Jahresschnitt gern mehr netto vom Bruttogehalt. Während sogar noch pensionierte ÖMV-Vorstände Bonis in lichten Höhen kassieren dürfen, müssen sich berufstätige Rentner mit dem Finanzamt noch um jeden Cent ihrer Spesenabrechnung beim Steuerausgleich streiten. Motivierend für ein Weiterarbeiten im Ruhestand ist das gerade nicht. “Wenn der Staat nicht so gierig wäre, hätte er für uns arbeitenden Pensionisten schon früher bessere Arbeitsbedingungen schaffen können”, wettert ein dritter “Mehrleister” (Eigenbezeichnung) aus Vöcklabruck. “Das ist in der Vergangenheit nicht geschehen. Die Politik hatte nie den Mut und die Entschlossenheit, das Richtige für ihr Volk zu tun und ich bezweifle, dass das jetzt anders wird.”

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