Naturschutz für Österreicher genau so wichtig wie unsere Neutralität

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Auch in der Krise ist Umwelt nicht vergessen

Naturschutz für Österreicher genau so wichtig wie unsere Neutralität

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Um den Internationalen Tag der biologischen Artenvielfalt herum, der jedes Jahr am 22. Mai stattfindet, weist der Naturschutzbund im ganzen Land noch bis Ende des Monats auf den „Wert der Biodiversität“ hin und dürfte dabei auch heuer auf großes Interesse stoßen.

Denn die Natur ist den Österreichern genauso wichtig wie ihre Neutralität: Auf die Natur pochen 88,2 Prozent der Menschen, wie das Meinungsforschungsunternehmen „marketingagent“ jüngst ermittelte: Es sei die Pflicht des Menschen, die Natur zu schützen, fasst Geschäftsführer Thomas Schwabl die Kernaussage der von seinem Institut befragten zusammen und in diesem Bekenntnis sieht Stefan M. Gergely von der neu gegründeten “Arche Guntrams” einen klaren Auftrag für die Politik, mehr zu tun als bisher. Seine Arche, ein gemeinnütziger Verein, setzt sich für Bio-Monitoring und konkrete Artenschutz-Projekte ein und trifft damit bei der Mehrheit der Österreicher voll ins Schwarze.

Klima nachrangig

Denn trotz der aktuellen Beschwernisse für die Bevölkerung wie die offenbar von niemand zu stoppenden Preiserhöhungen gehören die Ausbeutung von Wäldern, Ernteflächen, Bodenschätzen und Meeren zum Schaden unserer Nachkommen nach wie vor zu den großen Sorgen der Österreicher.
Sie sind überzeugt, dass die Umweltverschmutzung die Natur und die Menschen schädigt. Der Klimawandel macht den Befragten offenbar weniger Kummer, denn als Problem rangiert er erst auf dem fünften Platz der Rangliste. Dagegen halten 59,5 Prozent der Bevölkerung die Verbauung von Grünflächen und die Bodenversiegelung für das größere Malheur und auch für die größte Bedrohung der Artenvielfalt, zu der auch die große Müllbelastung und der Mikroplastikanfall beitragen.

Maßnahmen gegen invasive Arten

Dagegen seien die Jagd und die Wilderei, der Massentourismus und die Überbevölkerung vergleichsweise geringe Bedrohungen, lässt „marketingagent“-Geschäftsführer Schwabl wissen. Seiner Umfrage zufolge sind 73,3 Prozent der Österreicher „sehr oder eher“ davon überzeugt, dass die biologische Vielfalt auf der Erde abnimmt, nur eine kleine Minderheit von 3,3 Prozent glaubt das nicht. Auch das Thema „eingeschleppte Pflanzen und Tiere“ bewegt die Menschen: So ist es für 71 Prozent der Österreicher wichtig, dass Maßnahmen gegen die Gefährdung durch invasive Arten gesetzt werden. Für fast jeden Zweiten sollte deshalb in Schulen mehr Wissen über Artenvielfalt vermittelt werden. In dieser Hinsicht hat es Oberösterreich ziemlich gut, denn für den Naturschutz wird im Land zwischen Inn uns Enns viel getan.

Naturparkschulen

“Einer der zentralen Ansätze dabei ist die Bewusstseinsbildung, mit welcher man nicht früh genug beginnen kann”, betont Landesnaturschutzrfeferent Manfred Haimbuchner. Mit unserem Modell der Naturparkschulen und -Kindergärten werde schon frühzeitig damit begonnen. Derzeit sind 17 solcher Einrichtungen zertifiziert. Die Arbeit mit und in der Natur sei eine gelungene und gesunde Ergänzung im und für den Schulalltag, sagt Landesbildungsreferentin Christine Haberlander: Wenn die Schüler in einer naturnahen Umgebung aufwachsen, entwickeln sie ganz von selbst das notwendige Umweltbewusstsein und in weiterer Folge ein umweltorientiertes Verhalten. Nach der Marketing-Umfrage sind auch Führungen in der Natur für 36,4 Prozent der Menschen wichtig. Bei den oö. “Naturschauspielen”, über die der Wochenblick unlängst berichtete, kann dieses Bedürfnis des Naturgenießens gründlich ausgelebt werden. Die Einrichtung von Schutzräumen für die Natur hält eine große Mehrheit der von “marketingagent” befragten Personen (81,4 Prozent) ebenfalls für wichtig.

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