Der Formel-1-Rennfahrer Lewis Hamilton fiel vor Kurzem erst durch die Aussage auf, dass die Formel 1 zu weiß“ wäre. Schon in dieser älteren Wortmeldung fanden sich auch die Worte „es kann keinen Frieden geben“. Nun applaudiert er der Zerstörung einer historischen Statue in Bristol und fordert dazu auf, „weltweit rassistische Statuen abzureißen“. Die Zeiten, wo gewaltbereite Sportler sofort suspendiert wurden, sind wohl vorbei…

Wenn es „für die gute Sache“ ist, darf offenbar überall zu Gewalt und Randale aufgerufen werden. Während in Österreich viele Zeitgenossen nur zu gut wissen, dass man wegen vergleichsweise banalen Äußerungen mit einer Verurteilung wegen „Verhetzung“ rechnen muss, sind die Regeln für die gewaltbereite „Black Lives Matter“-Bewegung und ihre Befürworter wohl anders.

Sportmanager finden Hamiltons Aussagen gut

„Alle Statuen von rassistischen Männern, die Geld mit dem Verkauf eines Menschen verdient haben, sollten abgerissen werden“, schrieb der Rennfahrer Lewis Hamilton auf Instagram. Formel-1 Sportchef Ross Brawn kritisierte dies nicht etwa, sondern bezeichnete Hamilton als „großartigen Botschafter“, dessen „Anmerkungen sehr berechtigt“ wären. „Wir unterstützen ihn vollständig“, so der einflussreiche Manager. Auch der Rennstall Mercedes freut sich über die Aussagen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff will „viel von Hamilton gelernt“ haben.

Die in Bristol vernichtete Statue, welche Hamilton zu seiner Hassbotschaft animierte, war zum Gedenken an den Händler Edward Colston (1636-1721) errichtet worden. Er unterstützte großzügig Armenhäuser und Schulen. Die BLM-Bewegung wirft ihm posthum vor, sich am Sklavenhandel bereichert zu haben. Hamilton selbst hat familiäre Wurzeln auf Grenada auf den Antillen. In Großbritannien ist er auch für seine kreativen Methoden zur Steuervermeidung bekannt.

Vergessene Fakten zum Sklavenhandel

Der Sklavenhandel ist übrigens eine Erfindung der Araber, welche sie Hand in Hand mit afrikanischen Herrschern Jahrtausende lang betrieben haben, bevor die Europäer in das schreckliche Geschäft einstiegen. In den Schulen beginnt die Geschichte des Sklavenhandels meistens erst vor 400 Jahren in Verbindung mit der Geschichte der USA. Um zu zeigen, dass es sich bei diesen historischen Fakten nicht um unsere Erfindung handelt, zitieren wir ausnahmsweise die deutsche Welt: „Als muslimische Sklavenjäger Afrika entvölkerten„. Zwischen 1500 und 1800 litten übrigens auch europäische Küstengebiete unter Überfällen moslemischer Flotten, welche die Teile der Bevölkerung, die nicht abgeschlachtet wurden als Sklaven nahmen. Die nordafrikanischen Freibeuter-Staaten wurden erst Anfang des 19. Jahrhunderts mit Hilfe der USA unterworfen.