Eine Fünfjährige stürzt beim Turnen im Kindergarten und bricht sich dabei den Ellbogen. Verständlicherweise im ersten Moment ein Schock für die Eltern, aber deren weitere Reaktion löst nun bei so manchem Kopfschütteln aus.

Eine Kolumne von Nicole Di Bernardo

Denn anstatt dies als Freizeitunfall zu sehen, verklagt der Vater den steirischen Gemeindekindergarten auf 15.400 Euro Schadensersatz und bekommt vor Gericht recht. Die Frage die sich mir bei dieser abstrusen Geschichte stellt ist, welche Zukunft wir mit diesen amerikanisch anmutenden Verhältnissen für unsere Kinder einschlagen?

Pädagogen in Angst

Wenn nun bei jedem kleineren Zwischenfall die Pädagogen befürchten müssen vor Gericht gezerrt zu werden, werden sie dann weiterhin um Abwechslung im spielerischen Alltag bemüht sein? Oder werden sie sich zukünftig auf das Notwendigste beschränken, wodurch jeglicher Spaß und jegliche Freude abhanden kommen?

Spiel- und Spaßverbot für absolute Sicherheit?

Ich habe oft die Befürchtung, dass Kinder heutzutage in ein so eng geschnürtes Korsett gezwängt werden, dass ihnen jede Möglichkeit ihre Kindheit auszuleben genommen wird. Diese oft übertriebene Fürsorglichkeit führt jedoch nur dazu, dass das Wichtigste am Kind-Sein verloren geht: die Freiheit die Welt spielerisch entdecken zu dürfen.

++++
„JOURNALISTEN PACKEN AUS: Warum wir nicht die Wahrheit sagen dürfen“ – das neue Standardwerk zu den dreisten Lügen der Mainstream-Medien. Jetzt bestellen!

Anschober unterstützt Gartel-Freunde in ganz OÖ