Während man friedlich demonstrierende Familien aus der Mitte der Gesellschaft als rechtsradikale denunziert, drückt man bei echten Rechtsradikalen schon mal alle Augen zu, wenn sie irgendwie ins Konzept passen. Bei genehmen Demos werden die Teilnehmerzahlen vervielfacht, während bei nicht genehmen Demos immer nur „ganz wenige“, jedenfalls „weniger als erwartet“ da waren. Die Corona-Gefahr geht natürlich nur von einer Art von Demos aus – bei „guten“ Demos ist alles anders. Dabei sind die Realitätsverdrehungen inzwischen so dreist, dass es immer mehr Menschen als Beweis für die Manipulation dient. Möchte eigentlich jemand aus dem ORF auspacken, was da im Hintergrund wirklich läuft – oder wollen alle Beteiligten den Rest ihres Lebens mit der Lüge leben?

Ein Gastbeitrag von Florian Machl

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Lieber ORF: Was bringt es euch, die Menschen jeden Tag anzulügen?

Ich weiß schon, es ist eine Aussage, die beim ORF keiner hören will. Im Gegenteil, am allerliebsten bezeichnet man Kritiker momentan ja pauschal als Rechtsradikale oder schlimmeres. Doch anhand der Berichterstattung zu den jüngsten Massendemonstrationen muss sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Frage gefallen lassen, weshalb so dermaßen dreist falsch berichtet wird.

Am 31. Jänner zogen zehntausende Menschen durch die Straßen von Wien. Die Stimmung war gut und freundschaftlich. Weder war jemand aggressiv, noch handelte es sich um irgendwelche „Hooligans, Rechtsradikale oder gar Neonazis“, wie vom ORF-Reporter jede halbe Stunde berichtet wurde. Diesen Reporter stellte man gleich einmal vor leere Straßen, im Hintergrund waren ein paar Polizeiautos geparkt und hin und wieder durfte man eine Sirene hören. Es war diesmal ein gewisser Christian Hofmann, der diese Reportagen vor Ort verantwortet. Wahrscheinlich ist er sehr stolz darauf, stets erwähnt zu haben, es handle sich nur um relativ wenige Menschen. Zur Zeit des Polizeikessels waren es laut Hofmann und ORF nur ein paar Tausend – als dann tatsächlich Zehntausende losmarschierten sprach der ORF ungeniert und wider besseres Wissen von „wenigen hundert Menschen, über das Stadtgebiet verteilt“.

An diesem Tag sah man beim ORF viele ernste, betroffene Gesichter. Zumindest was die so genannte Berichterstattung über die Großdemonstration in Wien betraf. Am gleichen Tag wurde auch über eine Demonstration in Graz berichtet. Diese war gegen die Abschiebung von Flüchtlingen gerichtet – für den ORF also eine gute Demonstration. Dort hat alles gepasst. Die Bilder zeigten zwar hier wie dort nur friedliche Menschen, aber in Wien wären diese aggressiv gewesen und hätten herumgespuckt, in Graz war alles ganz vorbildlich.

Und nochmal am gleichen Tag wurde über Demonstrationen in Russland berichtet. Dort wurde ein Politiker, der momentan als Spielball der mächtigen fungiert, inhaftiert. Da er ein Kritiker des Präsidenten ist, ist er für den ORF automatisch gut und Demonstrationen für seine Freilassung sind auch gut. Bei Massendemonstrationen in Russland gibt es für den ORF keine Corona-Gefahr. Da kann man also mit erhobenem Zeigefinger Mahnungen aussprechen, wie schrecklich es doch wäre, wenn es zu Polizeigewalt gegen Demonstranten kommt und das Recht auf Versammlungsfreiheit nicht gewährt wird.

Wohlgemerkt – nur in Russland. Dass dieser Herr Nawalny in Wahrheit ein extremistischer Rechtsradikaler ist, der Minderheiten schon mal als Ungeziefer bezeichnet hat, interessiert im ORF niemanden. Er ist fleißiger Teilnehmer und Redner am russischen Marsch, wo völlig ungeniert der Hitlergruß gezeigt wird. Der Rassist Nawalny hielt sich in der Vergangenheit auch mit seiner außerordentlich negativen Meinung über Homosexuelle nie zurück. Das recherchiert man nicht und falls doch berichtet man es nicht. Wenn man einen echten Rechtsradikalen instrumentalisieren kann, macht man es völlig schamlos, während man Familien, Frauen und Kinder auf einheimischen Friedensdemos genauso völlig schamlos als Rechtsradikale denunziert.

Diese Art zu berichten ist nicht neu, ORF-Kenner beobachten Sie seit Jahrzehnten. Auch am vergangenen Wochenende wurde sie völlig schamlos fortgesetzt. Während man auf Fotos oder der Live-Berichterstattung von Servus TV oder RT tausende Menschen auf der deutschen und österreichischen Seite der Grenze erkennen konnte, sprach der ORF wieder einmal nur von 400 Menschen in Österreich und 350 in Deutschland. Das, wobei sogar die Polizei gegenüber Servus TV von 1.500 Menschen in Österreich sprach – und Polizeiangaben meist eher an der Untergrenze anzusiedeln sind.

Und am Samstag berichtete der ORF über eine Schüler-Demo gegen Abschiebungen, die in der Wiener Innenstadt stattfand. Dass es sich nicht um eine unabhängige Kundgebung handelte, sondern die Sozialistische Jugend und die ebenso Sozialistische Aktion Kritischer Schüler die Teilnehmer extra dorthin karrte, fand keine Erwähnung. Wenn in diesem Fall Linke für linke Anliegen am Ring marschieren, gibt es keine betroffenen Gesichter. Das ist dann wieder eine gute Demo mit einem guten Anliegen, da ist die sonst so schreckliche Corona-Pandemie völlig ungefährlich. Auf allen präsentierten Fotos sieht man mit gutem Willen allerhöchstens 100 Teilnehmer. Hier war aber natürlich alles viel großartiger, für den ORF mussten es 400 Teilnehmer sein, versteht sich.

So weit zu einigen aktuellen Sachverhalten.

Meine Frage an die abgehobenen Herrschaften beim ORF ist folgende: Wie geht es euch eigentlich persönlich damit, wenn ihr frei erfundene Dinge als die Wahrheit verkauft, Tatsachen verbiegt oder durch Weglassungen ein ganz anders Bild einer Situation zeichnet, als es Beobachter vor Ort sehen können? Ein kluger, geschickter Lügner lügt in der Regel doch so, dass man ihm nicht auf die Schliche kommt. Euch hingegen ist es egal. Ihr vergesst dabei, dass beispielsweise in Wien zehntausende Menschen mit dabei waren und genau wissen, dass das meiste von dem, was der ORF berichtet hat völlig unwahr ist. All diese Menschen haben Familien, Freunde und Arbeitskollegen, denen sie erzählen werden, was die Wahrheit ist. Zehntausende Verteiler, die euren Sender überführen können und das auch machen. Die Mitarbeiter in eurem Haus sind ja nicht dumm. Viele haben eine ordentliche Ausbildung, nicht wenige haben ein Studium absolviert. Es muss doch jedem Beteiligten klar sein, dass man mit diesen Geschichten und Märchen nicht durchkommt.

Wie geht es ihren Mitarbeitern damit? Sind diese wirklich so gehirngewaschen, dass es ihnen nicht auffällt, was sie da tun? Oder müssen Sie jeden Tag mit dem Wissen leben, wie sehr sie die Realität verbogen haben, wie sehr sie wieder völlig Unschuldige denunziert und beschimpft haben.

Mit der Lüge leben zu müssen, macht auf Dauer krank. Kranke Menschen in einem kranken System – das kann nicht gut gehen. Während Sendern wie dem ORF die Seher in Scharen davonlaufen, haben die wenigen freien, unabhängigen Medien spätestens seit der Coronakrise einen riesigen Zulauf, der kaum zu bewältigen ist.

Nur: Der ORF hat eigentlich einen gesetzlichen Auftrag. Dieser beinhaltet vollständige und ausgewogene Berichterstattung. Das ORF Gesetz sieht nicht vor, möglichst regierungs- und systemkonform zu handeln. Die Unterwerfung unter linke Positionen und neuerdings auch unter die Positionen der Bundesregierung zählt nicht zu diesem Auftrag. Menschenrechtswidrig wird von der Bevölkerung Geld erpresst um diesen Apparat zu finanzieren. Sie nehmen unser Geld und verwenden es dafür, uns zu belügen. Das ist widerwärtig und auch wenn die Direktoren das vielleicht irgendwie mit ihrem Gewissen vereinbaren können – ich bin sicher, viele der Mitarbeiter können das nicht. Ich fordere daher alle anständigen ORF-Mitarbeiter auf: Melden Sie sich bei uns, melden sie sich bei den freien Medien. Wir garantieren Ihre Anonymität. Erzählen Sie uns, wie die Machenschaften in diesem Staats-Sender ablaufen. Informieren Sie die Öffentlichkeit und reinigen Sie ihr Gewissen. Denn letztendlich müssen Sie sonst den Rest Ihres Lebens mit dem Wissen leben, gegen die Bevölkerung gearbeitet zu haben.

Wir werden von vielen Menschen gefragt, weshalb unsere Berichterstattung anders ist, neue Perspektiven einbringt und auch und vor allem die Gegenseite des Mainstreams zu Wort kommen lässt. Die Antwort darauf ist einfach: Weil wir es nicht mit unserem Gewissen vereinbaren können, die Menschen jeden Tag frech zu belügen. Vielleicht verdienen wir nur einen Bruchteil der hohen Herren anderer, etablierter Medienhäuser – aber dafür schämen wir uns nicht, wenn wir am Abend ins Bett gehen – und stehen am nächsten Tag mit Freude wieder auf, weil wir unsere Arbeit mit Stolz und Überzeugung ausüben.

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